Einbruchschutz: So einfach tauscht man sein Schloss aus

07.10.2020
Um das Haustürschloss auszutauschen, braucht es keinen teuren Schlüsseldienst. Mit einem Schraubenzieher und etwas Geschick geht das ganz einfach selbst.
Um sein Türschloss auszutauschen, braucht es in den meisten Fällen nur etwas Geschick. Foto: Holger Hollemann/dpa/dpa-tmn
Um sein Türschloss auszutauschen, braucht es in den meisten Fällen nur etwas Geschick. Foto: Holger Hollemann/dpa/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn) - Das Schloss der Wohnungstür klemmt - oder schlimmer noch: Es wurde bei einem Einbruch aufgebrochen. So oder so muss es dann ausgetauscht werden. Nicht immer ist dafür der teure Schlüsseldienst nötig. Mit ein wenig Geschick kann das jeder selbst machen.

Zuerst muss die Größe des Schließzylinders ausgemessen werden. Dafür öffnet man die Tür und misst die Abstände zwischen der Mitte des Schlosses und den Außenkanten der Türbeschläge, wie die Zeitschrift « Selbst ist der Mann» auf ihrem Onlineportal erklärt.

Da Türblätter nur selten symmetrisch sind, benötigt man häufig ein Zylinderschloss mit verschieden langen Seiten. Eine gängige Größe ist beispielsweise ein 40/30-Doppelzylinder.

Den Schließzylinder inklusive Schlüssel gibt es im Baumarkt zu kaufen. Tipp der Experten: Das Werkzeug sollte die Angriffswiderstandsklasse eins oder besser zwei erfüllen (DIN 18252/DIN EN 15684),zertifiziert sein (VDS, ECBS oder PIV CERT) und mindestens über einen Bohrschutz verfügen.

Mit nur einer Schraube das Schloss gelöst

Für den Einbau des neuen Schlosses benötigt man lediglich einen Schraubenzieher als Werkzeug. Mit diesem entfernt man die Stellschraube in der Türfalz und zieht anschließend den alten Schließzylinder aus dem Schloss. Falls es klemmt: Den Schlüssel einstecken und leicht drehen. Dann löst sich der Zylinder.

Anschließend das neue Schloss einschieben. Bevor man es nun wieder mit der Stellschraube fixiert, sollte man mit dem Schlüssel testen, ob es sich auf- und zusperren lässt.

Übrigens: Einsteckschlösser werden in fünf Klassen eingeteilt. Faustregel: Je höher, desto besser der Einbruchschutz. Empfehlenswert für Eingangstüren sind Schlösser mindestens der Klasse vier.

© dpa-infocom, dpa:201007-99-854162/2

Selbst ist der Mann


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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