Ein Platz an der Sonne: Süßkartoffeln brauchen Wärme

26.05.2016
Wer es gewohnt ist, in der Wärme zu wachsen, hat es in Deutschland schwer. Daher raten Experten, Süßkartoffeln im Garten nur in der Sonne anzubauen. Dort allerdings sind sie mehr als nur eine Gemüsepflanze. Sie können sogar den Balkonkasten verschönern.
Süßkartoffeln wachsen in der Sonne besonders gut. Foto: Tobias Hase
Süßkartoffeln wachsen in der Sonne besonders gut. Foto: Tobias Hase

Veitshöchheim (dpa/tmn) - Süßkartoffeln (Ipomea batatas) stammen aus dem äquatornahen Südamerika. Die Pflanzen sind aber auch in Afrika verbreitet und gedeihen gut in allen warmen Ländern. Nun ist Deutschland aber kein warmes Land. Daher ist es hier zwingend notwendig, den Pflanzen einen Platz in der Sonne zu geben.

Und sie dürfen auch erst ab Ende Mai oder gar Juni ins Freie kommen, wenn die Temperaturen beständig warm sind. Darauf weist die Bayerische Gartenakademie hin. Am besten wächst die auch als Batate bekannte Pflanze bei Temperaturen von 24 Grad und mehr. Bei zehn Grad und weniger ist das Wachstum stark eingeschränkt.

Die Batate ist keineswegs nur eine Gemüsepflanze. Die Gartenexperten empfehlen sie sogar als Zierpflanze für Balkonkästen. Sie bildet lange, hängende Triebe in Hellgrün oder Dunkelrot, die herzförmige, gelbgrüne bis dunkelrote Blätter zieren. Manche Sorten tragen aber auch Laub, das stark gespalten ist - vergleichbar mit Fingern an einer Hand. Die Pflanzen bilden auch Blüten in hellem Lila oder Rosa, doch es sind wenige. Die essbaren Knollen entstehen im Spätsommer in der Erde, geerntet wird ab Oktober.

Wichtig ist, dass die Pflanzen nicht in Staunässe stehen. Im Kasten und Topf sind Abzugslöcher für das Wasser notwendig. Im Beet sollte man die Pflanze - wie normale Kartoffeln auch - in Dämmen mit einer Breite von 60 Zentimeter und einer Höhe von 20 Zentimeter anbauen. Die Gartenakademie rät dazu vor allem bei schweren Böden. Für die Aufzucht im Topf eignet sich Geranienerde gut.

Süßkartoffeln wachsen sehr schnell. Man sollte sie daher gerade in Kästen nur mit Pflanzen kombinieren, die ebenso wuchsfreudig sind. Schwachwachsende Partner im Topf werden schnell überwuchert. Die ein bis zwei Meter langen Ranken der Batate können über die Balkonbrüstung hängen, oder man bindet sie an Schnüren nach oben - so entsteht etwa ein Sichtschutz zur Nebenwohnung.

Tipp der Gartenakademie

Infoschrift zur Batate


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
So sehen typische Birnenbäume nicht aus: Spalierobst lässt sich in vielen verschiedenen Wuchsformen erziehen. Foto: Isabelle van Groeningen Spalierobst in den Garten setzen Wer eigenes Obst ernten will, braucht dafür keinen großen Obstgarten. Spalierobst benötigt nur wenig Platz und kann dazu noch sehr dekorativ wirken. Der Herbst ist die ideale Zeit zum Anpflanzen.
Neuer Star der heimischen Küche: Das Stielmus, auch Kinsterfinken oder Rübstiel genannt, ist ein regionaltypisches Gemüse aus Westfalen. Foto: Bernd Thissen Stielmus schon im Winter im Gewächshaus säen Westfalen kennen das Rübenkraut, dessen Name vielen Deutschen nichts sagt: Stielmus. Die Pflanze sollte schon während des Winters gesät werden und gut mit Nährstoffen versorgt werden. Außerdem muss die sogenannte Fruchtfolge beachtet werden.
Der saftige Elstar zählt mit seiner ausgewogenen Säure und dem festen Fruchtfleisch zu den beliebtesten Apfelsorten. Foto: Roland Weihrauch Den richtigen Winkel für die Leiter am Baum finden Die heißen Sommertage im September haben dem Obst am Baum gut getan: Es dürfte eine Extraportion Süße bekommen haben und ausreichend reif sein. Also rauf auf die Leiter und ernten! Wichtig ist aber, dass die Leiter stabil steht und weitere Sicherheitstipps beherzigt werden.
Die mobilen Outdoorküchen haben teils Koch- und Grillflächen gleichermaßen. Hier ein Beispiel von Indu+ (Preis auf Anfrage). Foto: Indu+ Kochen und spülen im Garten: Outdoorküche für den Sommer Eine eigene Küche im Garten: der Traum für den Sommer. Allerdings gibt es diesen nicht aus dem Katalog. Etwas Kreativität ist hier gefragt. Experten haben Tipps für die individuelle Outdoorküche.