Eigene Stromleitungen nur mit Genehmigung verlegen lassen

11.12.2017
Wollen Mieter zusätzliche Steckdosen anbringen oder Stromkabel verlegen, sollten sie vorab ihren Vermieter um Erlaubnis fragen. Denn Bausubstanz und Eigenschaften des Stromverteilungsnetzes sind zu berücksichtigen.
Mieter brauchen die Erlaubnis des Vermieters, wenn sie beispielsweise zusätzliche Steckdosen oder Lichtschalter installieren wollen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Mieter brauchen die Erlaubnis des Vermieters, wenn sie beispielsweise zusätzliche Steckdosen oder Lichtschalter installieren wollen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Berlin (dpa/tmn) - In Altbauwohnungen entspricht die vorhandene Elektroinstallation nicht immer den individuellen Bedürfnissen des Mieters. Wer zusätzliche Steckdosen, Lichtschalter oder Lampenanschlüsse benötigt, sollte allerdings eine Genehmigung des Vermieters einholen.

Sollten die Kabel unter Putz verlegt werden, stellt dies einen Eingriff in die Bausubstanz dar. Hierfür wird immer die Zustimmung des Vermieters benötigt, erklärt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland.

Aber auch wenn die Kabel oberhalb des Putzes verlegt werden sollen, muss der Vermieter zuvor gefragt werden. Denn gerade in Altbauten können zusätzliche Steckdosen oder Anschlüsse zu einer Überlastung des hausinternen Stromverteilungsnetzes führen. Der Vermieter kann seine Erlaubnis davon abhängig machen, dass der Mieter für einen späteren Rückbau eine zusätzliche Kaution hinterlegt. Ein Anspruch auf zusätzliche Steckdosen besteht nur in Ausnahmefällen, wenn die vorhandene Installation unter dem üblichen Standard für vergleichbare Wohnungen liegt.

Wichtig zu beachten: Auch wenn die Erlaubnis des Vermieters vorliegt, müssen die Elektroarbeiten durch Fachfirmen vorgenommen werden. Unsachgemäße Eigeninstallationen stellen eine Gefahr für den Mieter und die übrigen Bewohner des Hauses dar. Sollte hierdurch jemand zu Schaden kommen oder ein Brand ausbrechen, haftet der Mieter.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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