Der Keller im Mietshaus darf kein Mülllager sein

16.09.2019
Die Verlockung ist groß, Gasbehälter vom Grill oder den Benzinkanister mal schnell im Keller zwischenzulagern. Aber ist das auch erlaubt?
Ob Kellerparzelle oder gemeinschaftliche Räume - Mieter dürfen Kellerräume nur in dem vorgeschriebenen Umfang nutzen. Foto: Andrea Warnecke
Ob Kellerparzelle oder gemeinschaftliche Räume - Mieter dürfen Kellerräume nur in dem vorgeschriebenen Umfang nutzen. Foto: Andrea Warnecke

Berlin (dpa/tmn) - Im Keller verstauen viele Menschen gerne all die Gegenstände, die sie nicht täglich brauchen. Mieter müssen aber ein paar Regeln beachten: Nicht alles, was möglich ist, ist auch erlaubt. Grundsätzlich dürfen Mieter Kellerräume nur in dem Umfang nutzen, den der Vermieter zulässt.

Das gilt sowohl für die zugeteilten Kellerparzellen als auch für die gemeinschaftlichen Räume wie Fahrradkeller, Waschräume oder Flure. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin.

Mit den eigenen, zur Wohnung gehörenden Kellerräumen können Mieter erst einmal tun, was ihnen beliebt - so lange sie die zugelassene Nutzung nicht überschreiten. Keller dienen nämlich grundsätzlich als Lagerraum. Aber auch hier sollten Mieter Vorsicht walten lassen: In der Regel dürfen nur Dinge aufbewahrt werden, die üblicherweise zum Wohngebrauch gerechnet werden oder mit diesem in Zusammenhang stehen, erklärt der Eigentümerverband.

Gasbehälter und Treibstoff sind aus Brandschutzgründen etwa bedenklich, das Abstellen von sicherheitsgefährdenden Substanzen ist ganz untersagt. Das können etwa hoch dosierte Mittel zur Schädlingsbekämpfung sein.

Keine kaputten Räder im Gemeinschaftsbereich

In den Gemeinschaftsräumen und -fluren des Kellers sind Mieter weit weniger frei. Diese Bereiche dürfen, falls es nicht explizit erlaubt ist, nicht als Lager genutzt werden - sondern nur zu den Zwecken, für die sie vorgesehen sind. Das hat das Oberlandesgericht Karlsruhe in einem Beschluss festgehalten (Az.: 4 W 183/96). Gibt es eine Nutzungsordnung, muss sich jeder Mieter an diese halten. Sperrmüll, Kartons oder alte Fahrräder dürfen grundsätzlich nicht in Gemeinschaftsräumen gelagert werden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Manche Selfstorage-Lager bieten flexible Mietdauer, Zugang mit personalisiertem Sicherheitscode, Transponder sowie Schlüssel. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn Wo Hochstapler die besseren Karten haben Wenn Keller und Dachböden zu Wohnraum werden, fehlt es zu Hause plötzlich oft an Stauraum. Abhilfe schaffen externe Selfstorage-Lager zum Mieten. Mittlerweile gibt es viele Anbieter auf dem Markt.
Mieterschützer werfen Immobilienkonzernen vor, die Mieten in die Höhe zu treiben. Die Verwalter argumentierten oft mit Vergleichswohnungen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa Treiben Immobilienkonzerne die Mieten? Börsennotierte Immobilienkonzerne sind Giganten auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Kritiker werfen ihnen vor, sie würden die Mieten mit ihrer Marktmacht übermäßig anheben. Was ist dran an dem Vorwurf?
Mieterschützer werfen Immobilienkonzernen vor, die Mieten in die Höhe zu treiben. Die Verwalter argumentierten oft mit Vergleichswohnungen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa Treiben Immobilienkonzerne die Mieten? Börsennotierte Immobilienkonzerne sind Giganten auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Kritiker werfen ihnen vor, sie würden die Mieten mit ihrer Marktmacht übermäßig anheben. Was ist dran an dem Vorwurf?
Die Zinsen für Hypothekendarlehen sind derzeit so günstig, dass sich ein Immobilienkauf lohnen kann. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Wie viel Immobilien kosten dürfen Der deutsche Immobilienmarkt boomt. In einigen Ballungszentren wird Eigentum für viele mittlerweile unerschwinglich. Entwickelt sich da eine Immobilienblase? Welcher Preis ist für eine Wohnung oder ein Haus überhaupt angemessen?