Brennholz nicht direkt vom Wald in den Ofen

24.09.2019
Die Heizsaison beginnt. Wer Nachschub für den Kamin braucht, sollte nicht zu Holz greifen, das eben erst geschlagen wurde. Denn es darf nicht zu feucht sein. Wie lange müssen die Scheite trocknen?
Laut Gesetz darf nur Holz verbrannt werden, dessen Wassergehalt bei maximal 20 Prozent liegt. Das entspricht 25 Prozent Feuchtegehalt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn
Laut Gesetz darf nur Holz verbrannt werden, dessen Wassergehalt bei maximal 20 Prozent liegt. Das entspricht 25 Prozent Feuchtegehalt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Bonn (dpa/tmn) - Wer für diesen Winter Brennholz braucht, darf nicht das frisch geschlagene Material kaufen. Laut Gesetz darf nur Holz verbrannt werden, dessen Wassergehalt bei maximal 20 Prozent liegt.

Das entspricht rund 25 Prozent Feuchtegehalt. Frisch geschlagenes Holz aus dem Wald könne aber abhängig von der Jahreszeit und Sorte bis zu 60 Prozent Wassergehalt enthalten. Das erklärt der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks.

Das bedeutet: Ein bis zwei Jahre müssen die Scheite in der Regel an der Luft trocknen - wobei laut dem Bundesverband die Wartezeit für Fichtenholz rund ein Jahr, für Buchenholz im Schnitt zwei Jahre beträgt. Zu feuchtes Holz hat einen geringeren Heizwert, außerdem entwickeln sich beim Verbrennen zu viele Emissionen. Besser ist es, jetzt Scheite aus dem Baumarkt und vom Brennholzhändler zu holen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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