Betriebskostenabrechnung: Guthaben mit Miete verrechnen

11.05.2016
Bei der Betriebskostenabrechnung können sich in diesem Jahr einige Mieter auf eine Rückzahlung freuen. Das gilt vor allem, wenn sie im vergangenen Jahr mit Öl geheizt haben. Doch was passiert eigentlich, wenn der Vermieter vergisst, das Guthaben zu überweisen?
Vergisst der Vermieter ein Guthaben der Betriebskostenabrechnung zu überweisen, sollten Mieter ihn daran erinnern. Notfalls können sie den Betrag auch mit der Miete verrechnen. Foto: Jens Kalaene
Vergisst der Vermieter ein Guthaben der Betriebskostenabrechnung zu überweisen, sollten Mieter ihn daran erinnern. Notfalls können sie den Betrag auch mit der Miete verrechnen. Foto: Jens Kalaene

Hamburg (dpa/tmn) - Ergibt sich aus einer Betriebskostenabrechnung ein Plus, muss der Vermieter das Geld dem Mieter überweisen. In der Regel landet das Guthaben auf dessen Konto. Falls nicht, sollten Mieter ihren Vermieter rund vier Wochen nach Erhalt der Abrechnung schriftlich daran erinnern.

«Geben Sie in dem Schreiben ihre Kontoverbindung an, und setzen Sie ihrem Vermieter eine Frist», rät Marielle Eifler vom Mieterverein zu Hamburg. Rund 14 Tage seien in diesem Fall angemessen.

Mieter sollten zusätzlich im Brief einen Vorbehalt ergänzen - also den Vermieter informieren, dass sie andernfalls das Guthaben mit der laufenden Miete verrechnen. «Sollte die gesetzte Frist erfolglos verstreichen, sollten Mieter dem Vermieter zur Sicherheit noch eine Erklärung schicken», rät Eifler. Also ein Schreiben, in dem sie darauf hinweisen, dass sie ihr Vorhaben nun in die Tat umsetzen. Dafür reiche ein Satz aus: «Hiermit kündige ich an, dass ich den Guthaben-Betrag von xy Euro mit der laufenden Miete verrechne.»

Damit sich der Vermieter nicht wundert, warum er weniger Geld überwiesen bekommt, sollten Mieter den Grund angeben - also bei der Überweisung ins Betrefffeld «Verrechnung der Betriebskosten» schreiben.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer eine Immobilie kauft oder mietet, hat ein Anrecht, den Energieausweis des Gebäudes zu sehen. Foto: Franziska Gabbert Je grüner, desto sparsamer: Was der Energieausweis verrät Im Prinzip soll es einfach sein: Die Heizkosten in Häusern im grünen Bereich des Energieausweises sind geringer, im roten Bereich sind die Kosten höher. Und doch verwirren die Inhalte des Dokuments viele. Das liegt daran, dass es verschiedene Ausweisvarianten gibt.
Die Immobilien-Preise steigen seit Jahren. Damit das Eigenheim kein Verlustgeschäft wird, müssen sich Eigentümer schon beim Kauf auf sinkende Immobilienpreise einstellen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Sinkende Immobilienpreise? - Worauf Käufer achten sollten Niedrige Zinsen machen Immobilien attraktiv. Aber was, wenn die Zinsen steigen und damit auch die Nachfrage? Auf sinkende Immobilienpreise müssen Eigentümer sich schon beim Kauf einstellen. Sonst kann das Eigenheim ein Verlustgeschäft werden.
Die Zinsen für Hypothekendarlehen sind derzeit so günstig, dass sich ein Immobilienkauf lohnen kann. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Wie viel Immobilien kosten dürfen Der deutsche Immobilienmarkt boomt. In einigen Ballungszentren wird Eigentum für viele mittlerweile unerschwinglich. Entwickelt sich da eine Immobilienblase? Welcher Preis ist für eine Wohnung oder ein Haus überhaupt angemessen?
Smart Meter geben Daten in Echtzeit weiter. So kann man etwa mit dem Smartphone seinen Stromverbrauch im Blick behalten. Foto: Phil Dera/www.co2online.de/dpa Die ersten Smart Meter werden installiert Nach und nach werden in Deutschland die Stromzähler ausgetauscht. Intelligente Geräte sollen zur Energiewende beitragen und den Haushalten helfen, Strom zu sparen, so das Ansinnen der Gesetzgeber. Aber erst einmal müssen die Verbraucher wohl draufzahlen.