Beim Bau barrierefreier Häuser auf genügend Türbreite achten

12.12.2018
Beim Bau einer Immobilie ist gute Planung wichtig. Wenn man sich für ein barrierefreies Haus entscheidet, sollten etwa die Türen breit genug sein. Wie viel Zentimeter sind dafür erfoderlich?
Damit man mit dem Rollstuhl gut durch die Tür kommt und dabei bequem die Arme an den Seiten zum Anschieben haben kann, sollte die Durchgangsbreite 90 Zentimeter betragen. Foto: Mascha Brichta
Damit man mit dem Rollstuhl gut durch die Tür kommt und dabei bequem die Arme an den Seiten zum Anschieben haben kann, sollte die Durchgangsbreite 90 Zentimeter betragen. Foto: Mascha Brichta

Mainz (dpa/tmn) - Barrierefreie Häuser haben meist Türen mit einer Durchgangsbreite von 80 Zentimetern. Soll aber ein Rollstuhl gut hindurchpassen, sollte man 10 Zentimeter mehr einplanen, erläutert Uwe Angnes, Vizepräsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz.

Mit 90 Zentimetern kann man beim selbstständigen Schieben des Rollstuhls auch bequem die Hände an die Räder setzen. Vor und hinter den Türen ist außerdem eine Fläche von 150 mal 150 Zentimetern wichtig, damit der Rollstuhl dort gut gewendet werden kann. Bei lediglich barrierefreien statt rollstuhlgerechten Wohnräumen sind es 120 mal 120 Zentimeter.

Diese Größen stehen laut Ingenieurkammer in der DIN-Norm 18040-2 für Barrierefreies Bauen, Planungsgrundlagen für Wohnungen. Der höhere Raumbedarf für Rollstuhlfahrer ist innerhalb der Norm in den R-Anforderungen beschrieben.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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