Bei Rückgabe der Kaution Fristen einhalten

01.02.2016
Eine Mietkaution beträgt meist drei Monatsmieten - das ist für Mieter oft viel Geld. Wie lange darf der Vermieter diese Sicherheit nach Ende des Mietverhältnisses zurückhalten?
Wenn das Mietverhältnis endet, muss der Mieter die Mietkaution zurückerhalten. Bei ausstehenden Zahlungen oder Reparaturen darf der Vermieter das Geld bis zu sechs Monate behalten. Foto: Kai Remmers
Wenn das Mietverhältnis endet, muss der Mieter die Mietkaution zurückerhalten. Bei ausstehenden Zahlungen oder Reparaturen darf der Vermieter das Geld bis zu sechs Monate behalten. Foto: Kai Remmers

Berlin (dpa/tmn) - Endet ein Mietverhältnis, muss der Vermieter seinem Mieter die Kaution zurückgeben. Das gilt auf jeden Fall, wenn der Vermieter keine Ansprüche mehr gegen den Mieter hat. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin.

Die Kaution darf der Vermieter bis zu sechs Monate nach Vertragsende behalten, wenn er sie noch für ausstehende Zahlungen oder Reparaturen benötigt. Um Nachzahlungen für Betriebskosten zu begleichen, darf er einen Teil der Kaution sogar noch länger zurückhalten. Den Rest muss er dem Mieter auf jeden Fall binnen der Sechs-Monats-Frist zurückzahlen.

Grundsätzlich kann er die Kaution für alle noch offenen Rechnungen verwenden, die sich aus dem Mietverhältnis ergeben. Neben nicht gezahlten Mieten und Betriebskosten kann er damit also auch Schäden an der Wohnung beseitigen, sowie Ausgaben für Schönheitsreparaturen begleichen, die der Mieter nicht vorgenommen hat.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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