Bei Auszug: nachgemachte Schlüssel zurück an den Vermieter

18.04.2016
Reicht die Anzahl an Haustür- und Kellerschlüsseln nicht aus, können sich Mieter die Schlüssel nachmachen lassen. Aber wohin damit, wenn ein Auszug ansteht? Behalten ist nicht erlaubt.
Mitnehmen geht nicht: Nachgemachte Schlüssel müssen nach dem Auszug an den Vermieter übergeben oder zerstört werden. Foto: Armin Weigel
Mitnehmen geht nicht: Nachgemachte Schlüssel müssen nach dem Auszug an den Vermieter übergeben oder zerstört werden. Foto: Armin Weigel

Berlin (dpa/tmn) - Bei der Wohnungsübergabe muss der Vermieter dem Mieter alle Schlüssel zur Wohnung übergeben. Wie viele das sein müssen, steht in der Regel im Mietvertrag. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Außerdem müssen nachgemachte Schlüssel abgegeben werden.

Während der Mietzeit kann sich der Mieter auf eigene Kosten Schlüssel nachmachen lassen, sollte er mehr benötigen. Bei der Wohnungsrückgabe nach Ende des Mietverhältnisses müssen auch die nachgemachten Schlüssel dem Vermieter übergeben werden.

Sollte der Mieter die Schlüssel wissentlich behalten, ist die Wohnungsübergabe nicht ordnungsgemäß erfolgt. Soweit es keine entgegenstehende Absprache gibt, schuldet der Mieter dem Vermieter dann gegebenenfalls sogar eine Entschädigung für die verspätete Übergabe.

Der Mieter hat grundsätzlich keinen Anspruch auf die Erstattung der für die Erstellung angefallenen Kosten. Statt die zusätzlichen Schlüssel dem Vermieter zu übergeben, kann er diese auch vernichten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Vor einer Versteigerung, gibt es meist mehrere Besichtigungstermine. Interessenten sollten sich hier einen Eindruck von der Immobilie verschaffen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Zum ersten, zum zweiten - Immobilienkauf per Auktion Zum ersten, zum zweiten, 250.000 Euro für Nummer 10 - und schon hat die Wohnung einen neuen Eigentümer. Im engen Markt sind Immobilienauktionen eine Möglichkeit, abseits der üblichen Pfade ein gutes Objekt zu ergattern. Was es dabei zu beachten gibt.
Neubautgebiete in Berlin, wie hier am Gleisdreieck-Park, sind für potenzielle Käufer interessant: Beim Kauf einer Immobilie ist meist die Lage wichtiger als die Wertsteigerung. Foto: Andrea Warnecke Wertsteigerung ist nicht alles beim Immobilienkauf Der Immobilienmarkt boomt. Angesichts hoher Preise soll oft das Argument künftiger Wertsteigerung Verbraucher zum Kauf einer Immobilie bewegen. Doch Vorsicht: Solche Prognosen bilden eine relativ unsichere Basis für eine Kaufentscheidung.
Crowdfunding-Plattformen bringen private Anleger, den Schwarm, zusammen, um damit eine Immobilien zu finanzieren. Foto: Andrea Warnecke Immobilien im Schwarm finanzieren – Crowdinvesting Rund 1000 Euro investieren, vom Immobilienboom profitieren und kräftig Zinsen kassieren. Das klingt gut. Crowdfunding-Plattformen im Internet machen es möglich. Das Geschäft ist für Anleger aber nicht risikolos.
Auf der Suche nach der passenden Immobilie kommt es nicht allein auf die Lage an. Auch Kriterien wie Infrastruktur, Lebensqualität und Arbeit spielen eine Rolle. Foto: Wolfram Steinberg/dpa/dpa-tmn Lila-Lage: Auf der Suche nach dem passenden Zuhause Lage, Lage und nochmals Lage. So hieß lange Zeit das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer Immobilie. Profis ziehen manchmal ein Scoringmodell heran, das den allgemeinen Begriff Lage stärker differenziert. Wie gute Lage dabei aussieht? Lila.