Worauf es beim Hallenklettern zuerst ankommt

05.07.2019
Man muss nicht ins Gebirge fahren, um das Klettern zu lernen. In vielen Städten gibt es inzwischen Boulderanlagen. Was für Anfänger die wichtigste Lektion ist.
Im Trend - und nicht ungefährlich: Anfänger können sich beim Bouldern schnell verletzen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Im Trend - und nicht ungefährlich: Anfänger können sich beim Bouldern schnell verletzen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Jena (dpa/tmn) - Klettern ohne Seil, das sogenannte Bouldern, ist ein Trendsport. Ganz hoch hinaus geht es dabei zwar nicht. Ungefährlich ist die Kraxelei aber trotzdem nicht, warnt die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS).

Anfänger sollten daher zuerst ein Einsteigertraining absolvieren und dabei vor allem das korrekte Fallen und Abrollen lernen. In vielen Boulderhallen können Neuankömmlinge zwar einfach so loslegen - gerade dann drohen aber teils schwere Verletzungen.

Typische Kletterschäden sind vor allem Sehnenscheiden- oder Gelenkentzündungen oder sogenannte Ringbandverletzungen. Im Zusammenhang mit Bouldern gibt es nach Angaben der GOTS auch immer mehr andere Verletzungen, darunter Wirbelsäulentraumata oder Brüche im Bereich der Handwurzel-Knochen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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