Worauf Blutspender jetzt achten sollten

05.08.2019
Jeden Sommer schrumpfen die Blutbestände: Denn in der Urlaubszeit gehen weniger Menschen spenden. Umso wichtiger, dass sich der ein oder andere doch noch zur Verfügung stellt. Mit der richtigen Vorbereitung geht das auch bei Hitze.
Sommerliche Temperaturen und Blutspenden passen durchaus zusammen, solange der Spender ausreichend trinkt. Foto: Kai Remmers
Sommerliche Temperaturen und Blutspenden passen durchaus zusammen, solange der Spender ausreichend trinkt. Foto: Kai Remmers

Stuttgart (dpa/tmn) - Sommerhitze und Blutspenden passen für viele Menschen nicht gut zusammen. Denn sie glauben, dass ihr Körper das Spenden bei hohen Temperaturen weniger gut verträgt.

Dies ist aber nicht der Fall, solange genug getrunken wird, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI).

Gerade in der Sommerferienzeit kommt es jedes Jahr zu Engpässen in der Blutversorgung von Krankenhäusern und Rettungsdiensten. Die meisten Menschen kommen aber auch an heißen Tagen mit einer Spende gut zurecht, wie die DGTI erläutert. Neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr sollten Spender aber auch darauf achten, nicht allzu schwer zu essen und auf anstrengendes Training zu verzichten.

Einige Einschränkungen gibt es aber schon: Rückkehrer aus Ländern, in denen Malaria und andere Blutinfektionen verbreitet sind, dürfen für einen gewissen Zeitraum kein Blut spenden. Wegen der Ausbreitung des West-Nil-Virus in Europa betraf dies in den vergangenen Jahren auch Reisende aus Ländern wie Ungarn, Rumänien, Griechenland und der Türkei, erklären die Experten. Inzwischen haben einige Dienstleister daher spezielle Tests zur Erkennung dieses Virus eingeführt.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Bei einer Blutplasmaspende werden die Blutbestandteile in einer Maschine geteilt und das Plasma dann separiert - alles andere fließt wieder in den Körper zurück. Foto: arifoto UG/dpa-Zentralbild/dpa-tmn Blut- und Plasmaspenden sind weiter möglich - und nützlich Blutplasma könnte helfen, die Corona-Pandemie zu bekämpfen: Forscher wollen damit unter anderem an einer Antikörpertherapie arbeiten. Wer kann Spender sein - und was müssen Interessenten noch wissen?
Ethiker halten es für fair, wenn Blutspender für ihren Aufwand finanziell entschädigt werden. Foto: David Ebener Kann Geld zur Blutspende bewegen? Nur etwa drei Prozent der Menschen in Deutschland spenden Blut, viele von ihnen unentgeltlich. Dabei könnten es deutlich mehr sein. Wäre eine angemessene finanzielle Entschädigung die Lösung? Aus Sicht eines Medizinethikers wäre es zumindest einen Versuch wert.
Blutspender sollten sich durch Corona-Epedimie nicht abschrecken lassen. Das Infektionsrisiko für Blutspender sei aber sehr gering. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa Keine Angst vor Coronavirus: Blutspenden bleibt wichtig Mit der Ausbreitung des Coronavirus wächst bei vielen Bürgern auch die Angst vor einer Ansteckung. Das hält sie wiederum davon ab, Blut zu spenden. Ist die Sorge berechtigt?
Laut dem Deutschen Roten Kreuz sind nur etwa drei Prozent der Menschen in Deutschland bereit, Blut zu spenden. Doch der Bedarf steigt. Foto: Patrick Pleul DRK: Mehr junge Blutspender gesucht Bislang sind laut Deutschem Roten Kreuz nur etwa drei Prozent der Menschen in Deutschland zu einer Blutspende bereit. Noch können sie den Bedarf decken. Doch die Zahl der Empfänger steigt.