Wie erkennt man eine Blinddarmentzündung bei Kindern?

19.08.2019
Kinder haben immer mal wieder Bauchweh, das ist ganz normal. Hinter den scheinbar harmlosen Schmerzen kann aber auch eine Blinddarmentzündung stecken - und die ist immer ein Fall für den Arzt.
Eine Blinddarmentzündung trifft vor allem Kinder zwischen sechs und zehn Jahren. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn
Eine Blinddarmentzündung trifft vor allem Kinder zwischen sechs und zehn Jahren. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

Köln (dpa/tmn) - Eine Blinddarmentzündung kann jeden treffen, besonders häufig plagt sie aber Kinder zwischen sechs und zehn Jahren.

Ein Hinweis darauf sind Bauchschmerzen, die bei Bewegung mit Erschütterungen schlimmer werden, beim Husten oder Hüpfen etwa. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Zunächst verspüren Betroffene die Schmerzen vom Nabel ausgehend, danach verschieben sie sich meist in den rechten Unterbauch. In manchen Fällen kommen Fieber und Übelkeit hinzu.

Sind die Schmerzen so stark, dass ein Kind nicht mehr still sitzen kann, sollten Eltern umgehend mit ihm zum Arzt gehen. Dieser kann unter anderem mit einer Ultraschall- und einer Blutuntersuchung klären, ob es sich tatsächlich um eine Blinddarmentzündung handelt.

Bei einer Blinddarmentzündung ist eigentlich nicht der Blinddarm, sondern sein Wurmfortsatz betroffen, Appendix genannt. Mögliche Ursachen für eine Appendizitis, also eine Entzündung des Wurmfortsatzes, sind Kot- oder Nahrungsreste, Darmparasiten oder eine Verengung des Blinddarms. Wird die Entzündung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann der Wurmfortsatz platzen. Gelangen Eiter und Stuhl in die Bauchhöhle, droht eine lebensbedrohliche Blutvergiftung (www.kinderaerzte-im-netz.de).


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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