WHO: Mehr Aufklärung über Sepsis nötig

10.09.2020
Nicht nur eine Blutinfektion, sondern auch Durchfall oder eine Lungenerkrankung können zu einer Sepsis führen. Tritt der Fall ein, dann wird es für den Patienten ernst. Die WHO fordert daher mehr vorbeugende Maßnahmen.
Bei einer Sepsis reagiert das Immunsystem über, und es kann zu multiplem Organversagen und damit zum Tod kommen. Auch wer an einer schlimmen Form von Covid-19 leidet, ist gefährdet, an einer Sepsis zu sterben. Foto: Marcel Kusch/dpa
Bei einer Sepsis reagiert das Immunsystem über, und es kann zu multiplem Organversagen und damit zum Tod kommen. Auch wer an einer schlimmen Form von Covid-19 leidet, ist gefährdet, an einer Sepsis zu sterben. Foto: Marcel Kusch/dpa

Genf (dpa) - Weltweit sterben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr rund elf Millionen Menschen an Sepsis, darunter fast drei Millionen Kinder. Es sei dringend geboten, die Kenntnisse über vorbeugende Maßnahmen sowie die Datenbasis über diese gefährliche Immunreaktion generell zu verbessern, fordert die UN-Organisation in einem Bericht.

Dazu gehöre unter anderem die bessere Ausbildung von Menschen im Gesundheitswesen, um Infektionen, die zu Sepsis führen können, schneller zu erkennen. Das Syndrom, das früher vereinfachend als Blutvergiftung bekannt war, entstehe in vielen Fällen im Krankenhaus.

Sepsis kann nicht nur durch eine Blutinfektion ausgelöst werden, sondern häufig auch durch Durchfall, Lungenerkrankungen oder Tropenkrankheiten. Wenn das Immunsystem dann überreagiert, kann das zu multiplem Organversagen und damit zum Tod führen. Auch wer an einer schlimmen Form von Covid-19 leidet, hat laut WHO ein höheres Risiko, eine Sepsis zu bekommen. Selbst wer sie überstehe müsse mit lebenslangen Folgen rechnen.

© dpa-infocom, dpa:200910-99-508966/2

WHO-Report


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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