Wespen lieber von Speisen fernhaten

01.09.2020
Die Wespen-Völker haben ihr Maximum erreicht. Also sind viele von ihnen auf der Suche nach Leckereien. Das nervt - und ist unhygienisch. Aber wie verscheucht man die Insekten am besten?
Über leckeren Kuchen freuen sich auch die Wespen. Die beste Methode, sie loszuwerden, ist vorsichtiges Wegschieben. Foto: Roland Weihrauch/dpa
Über leckeren Kuchen freuen sich auch die Wespen. Die beste Methode, sie loszuwerden, ist vorsichtiges Wegschieben. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Berlin (dpa) - Über den leckeren Kuchen im Freien freuen sich nicht nur Menschen, sondern auch schwarz-gelbe Insekten: Wespen haben Hochsaison. Die Wespen-Völker sind momentan am kopfstärksten und «je größer solche Nester werden, desto dreister werden ihre Bewohner», wie Melanie von Orlow vom Naturschutzbund (Nabu) erklärte.

Dann könne es eben gut sein, dass sie den Kuchen auf dem Tisch ansteuern. «Wespen fahren auf Süßes und Eiweiße ab - eigentlich so wie wir», so Orlow. Die aufgenommene Nahrung trügen sie in die Nester zurück. Wobei das Protein in erster Linie für die Brut gebraucht werde und der Zucker für sie selbst.

Wespenaufkommen vom Wetter abhängig

Dieses Jahr flögen nicht unbedingt mehr Wespen herum als sonst. «Wir haben eigentlich nicht so ein tolles Wespenjahr», erklärte Orlow. Es gebe jedoch regionale Unterschiede, unter anderem weil das Wespenaufkommen sehr stark vom Wetter abhängig sei.

Tolerieren solle man die summenden Insekten besser nicht: Oft holten sich Wespen ihre Proteine beim Verzehr von toten Tieren. Das Risiko, dass sie anschließend potenziell gesundheitsschädliche Bakterien auf Lebensmitteln hinterlassen, sei groß. Besser sei es, die Wespen konsequent davon abzuhalten, zu ihrem Ziel zu kommen.

Der Nabu empfiehlt, bei Wespen-Besuchen Ruhe zu bewahren. Auf keinen Fall solle man um sich schlagen oder die Tiere anpusten. Vielmehr sei «sanftes Wegschieben» das Mittel der Wahl. Süße Speisen und Getränke im Freien solle man abdecken - oder lieber drinnen verzehren.

© dpa-infocom, dpa:200901-99-383895/6

Tipps des NABU


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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