Was hilft gegen Eifersucht auf das neue Geschwisterchen?

21.12.2018
Ein Geschwisterchen zu bekommen ist für Erstgeborene eine aufwühlende Erfahrung. Sie müssen sich von heut auf morgen die Aufmerksamkeit der Eltern teilen. Was hilft den kleinen «Großen», mit ihren Gefühlen umzugehen?
Kleine Babys fordern meist viel Aufmerksamkeit. Größere Geschwister fühlen sich dann schnell zurückgesetzt. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Kleine Babys fordern meist viel Aufmerksamkeit. Größere Geschwister fühlen sich dann schnell zurückgesetzt. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Ein neues Geschwisterchen ist unterwegs. Wie können Eltern verhindern, dass beim größeren Kind Eifersucht aufkommt? Und wenn sie dann doch schon da ist, wie sollte man reagieren?

Die Geburt eines Geschwisterchens ist für die meisten Kinder eine sehr aufwühlende Erfahrung. «Plötzlich müssen sie ihre Eltern mit einem langweiligen, schreienden Bündel teilen, das die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zieht. Eifersucht lässt sich in der Regel daher gar nicht vermeiden», weiß Erziehungsexpertin Danielle Graf.

Für die Buchautorin und Bloggerin ist es daher wichtig, ungewöhnliches Verhalten richtig als solches zu interpretieren. Manche Kinder werden aggressiv, andere ziehen sich zurück, einige verhalten sich wieder wie kleinere Kinder. «Provokationen sollten in den ersten Monaten nach der Geburt immer als Hilferuf gesehen werden, mit denen das Kind mitteilt, dass es ihm nicht gut geht und es eine Extraportion Aufmerksamkeit braucht. Die können wir geben, indem wir ihnen exklusiv Zeit schenken», rät Graf.

Dabei müsse man nichts außergewöhnlich Tolles unternehmen, es sei viel wichtiger, ins Gespräch zu kommen und einander nahe zu sein. Werden Kinder gesehen und wertgeschätzt, fülle sich ihr Liebestank. Und mit gefülltem Liebestank lasse sich die Eifersucht dann auch leichter ertragen.

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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