Was hilft gegen den wunden Babypo?

20.01.2020
Eine volle Babywindel sollten Eltern zügig wechseln, auch nachts. Ansonsten steigt die Gefahr einer Windeldermatitis. Dagegen helfen dann am besten spezielle Salben - statt Olivenöl.
Gesund oder rot? Bei einer Windeldermatitis sollten sich Eltern in der Apotheke oder beim Arzt beraten lassen - und nicht nur auf Hausmittel setzen. Foto: dpa-tmn
Gesund oder rot? Bei einer Windeldermatitis sollten sich Eltern in der Apotheke oder beim Arzt beraten lassen - und nicht nur auf Hausmittel setzen. Foto: dpa-tmn

Köln (dpa/tmn) - Ein roter oder wunder Babypo kommt immer mal wieder vor. Oft haben das Internet und der Bekanntenkreis dann viele vermeintlich gute Ratschläge für Hausmittel - vom Olivenöl über Muttermilch bis zu Honig. Die Wirkung solcher Pflegemittel ist aber oft nicht erwiesen oder, im Fall der Muttermilch etwa, viel zu gering bei einer ernsthaften Windeldermatitis. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Stattdessen sollten sich Eltern beim Arzt oder in der Apotheke beraten lassen. Die nachweisbar beste heilende Wirkung bei einem wunden Po haben den Angaben nach sogenannte antiseptische Barrierecremes, zum Beispiel mit Zinkoxid.

Die beste Vorsorge gegen einen roten Po ist ein regelmäßiger Windelwechsel, vor allem nachts: Einer Studie zufolge haben Babys in Deutschland ihre Windel nachts im Schnitt etwa achteinhalb Stunden lang an. In anderen Ländern, in denen auch nachts schon nach sechs Stunden gewechselt wird, ist die Zahl und Schwere der Windeldermatitis-Fälle messbar geringer ( www.kinderaerzte-im-netz.de).


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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