Was bewirkt der Nachbrenneffekt?

08.11.2019
Beim Sport werden meist jede Menge Kalorien verbrannt. Doch auch hinterher ist der Energiebedarf noch einige Zeit erhöht. Was es mit dem Nachbrenneffekt auf sich hat.
Der Nachbrenneffekt wird am besten mit der Aufnahme von Proteinen genutzt. Diese stecken daher auch in vielen Fitness-Riegeln. Foto: Christin Klose/dpa-tmn/dpa
Der Nachbrenneffekt wird am besten mit der Aufnahme von Proteinen genutzt. Diese stecken daher auch in vielen Fitness-Riegeln. Foto: Christin Klose/dpa-tmn/dpa

Köln (dpa-infocom) - Nach dem Sport weiter Fett verbrennen - der Nachbrenneffekt macht es möglich. Was genau passiert dabei?

Durch den Sport arbeitet der Stoffwechsel auf Hochtouren - das merken wir am Schwitzen, erklärt Fitnessexperte Prof. Dr. Ingo Froböse. Aber auch nach der Bewegung ist die Körpertemperatur, die Herzfrequenz und die Sauerstoffaufnahme erhöht, und es dauert seine Zeit, bis der Körper sich wieder im Normalzustand befindet.

Deshalb hat der Mensch auch noch nach dem Sport einen erhöhten Kalorienbedarf. Diese Auswirkung wird als Nachbrenneffekt bezeichnet. Wie hoch der Kalorienbedarf nach dem Sport ist, hängt von der Aktivität ab. Merken kann man sich: Je intensiver die Einheit desto länger ist der Körper damit beschäftig sich zu regenerieren - und desto länger verbraucht er Energie.

Wer den Nachbrenneffekt also effektiv nutzen möchte, sollte im Training ordentlich Gas geben, am besten bei einem hochintensiven Training. Auch die Ernährung nach der Bewegung kann einen Einfluss auf den Nachbrenneffekt haben. Am besten werden die Energiedepots mit Kohlenhydraten und Proteinen wieder aufgefüllt. Auf diese Weise regeneriert der Körper am schnellsten.

Geht es darum, Gewicht zu verlieren, sollte man mehr Proteine als Kohlenhydrate aufnehmen. Denn Kohlenhydrate können den Nachbrenneffekt verkürzen. «Eiweiß ist ein guter Energielieferant: Es fördert den Stoffwechsel und unterstützt alle wichtigen Auf- und Abbauprozesse», sagt Prof. Dr. Ingo Froböse. Nach dem Training gar nichts zu essen, ist keine gute Idee. Die Muskelproteine könnten in dem Fall als Energiequelle herangezogen werden und sich die Leistungsfähigkeit dadurch auf Dauer reduzieren.

Zur Person: Prof. Dr. Ingo Froböse ist Leiter des Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung der Deutschen Sporthochschule Köln.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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