Wann sind fiebersenkende Medikamente ratsam?

07.02.2019
Schüttelfrost, Abgeschlagenheit und Fieber: Hat man sich einen grippalen Infekt eingeholt, ist das Bett der richtige Ort, um sich auszukurieren. Für eine schnelle Genesung greifen viele zu fiebersenkenden Medikamenten. Doch ist das immer notwendig?
Fieber regt das Immunsystem an: Bei einem gewöhnlichen grippalen Infekt muss nicht gleich zu fiebersenkenden Medikamenten gegriffen werden. Foto: Maurizio Gambarini
Fieber regt das Immunsystem an: Bei einem gewöhnlichen grippalen Infekt muss nicht gleich zu fiebersenkenden Medikamenten gegriffen werden. Foto: Maurizio Gambarini

Baierbrunn (dpa/tmn) - Fieber ist ein Signal des Körpers: Erhöht er die Temperatur, können sich die Erreger nicht mehr so gut vermehren. Bei unkomplizierten viralen Atemwegsinfekten müssen Betroffene das Fieber daher nicht mit Medikamenten senken, schreibt die «Apotheken Umschau» (Ausgabe B 1/2019).

Anders sieht es aus, wenn ein Patient etwa unter einer Herzinsuffizienz leidet, da es sonst zu Herz-Kreislauf-Komplikationen kommen kann. Hält das Fieber länger als drei Tage an, sollte man auf jeden Fall zum Arzt. Dieser kann zum Beispiel abklären, ob eine bakterielle Infektion vorliegt, die antibiotisch behandelt werden sollte.

Frieren und Schüttelfrost zeigen an, dass die Körpertemperatur ansteigt - Schwitzen dagegen, dass Wärme abgegeben wird. Bei frierenden Patienten sollte deshalb Wärme zu- und bei schwitzenden abgeführt werden. Um dem Körper etwas Hitze zu entziehen, eignen sich zum Beispiel Wadenwickel mit lauwarmem Wasser. Generell gilt bei Fieber: Sich schonen und ausreichend trinken.

Warum Kinder häufiger fiebern als Erwachsene, ist noch nicht endgültig geklärt. Experten vermuten, dass das Immunsystem der Kleinen noch unerfahren ist und auf eindringende Erreger heftiger reagiert.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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