Vorsicht bei Partnersuche per Annonce

14.10.2020
Man sucht eine Frau oder einen Mann fürs Leben und ist am Ende bloß viel Geld los: Verbraucherschützer warnen vor teuren Partnervermittlungen - und geben Ratschläge.
Einen Partner suchen viele Menschen über Annoncen. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn
Einen Partner suchen viele Menschen über Annoncen. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn

Rostock (dpa/tmn) - Bei der Partnersuche greifen manche weiterhin auf ein klassisches Medium zurück: die Annonce. Hinter vielen Anzeigen stecken aber Partnervermittlungen, die so auf Kundenfang gehen, warnt die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern.

Die Gefahr sei groß, eher einen teuren Mitgliedsvertrag zu unterschreiben als nette Menschen kennenzulernen. Denn hinter der inserierten Nummer steckt oft eine Vermittlungsagentur, die einen Hausbesuch anbietet. Wer sich darauf einlässt und einen Vertrag unterschreibt, zahle schnell 3000 bis 5000 Euro für ein halbes Jahr Mitgliedschaft und ein paar Adressen, so die Verbraucherschützer.

Die Empfehlung: sich auf keinen Fall unter Druck setzen lassen, keine Vorauszahlungen tätigen und auf Aushändigung des Vertragstextes mehrere Tage vor Unterschrift bestehen.

Wer dennoch die Dienste einer Partnervermittlung nutzen möchte, sollte sich vor Vertragsabschluss beraten lassen.

© dpa-infocom, dpa:201014-99-939314/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die Tage werden kürzer und dunkler, und Corona kommt mit Macht zurück: Diese Kombination ist besonders belastend für die Psyche. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn Wie die «Wiederholung» der Krise die Psyche belastet Nach einer Besserung im Sommer spitzt sich die Corona-Situation nun wieder zu. Ein bisschen fühlt es sich wie ein Déjà-vu des Frühjahrs 2020 an. Was macht das mit unserer Psyche?
Depressionen sind oft auch für Angehörige eine große Belastung. Das kann zum Auseinanderbrechen von Beziehungen führen. Foto: Julian Stratenschulte Depressionen können Partnerschaften zerstören Unter einer Depression leiden nicht nur die Betroffenen selbst, sondern oft auch Partner und Familien. Viele empfinden das veränderte Verhalten der Erkrankten als Zurückweisung. Das kann zu Trennungen führen, wie eine Umfrage zeigt.
Viele Menschen hoffen, online die große Liebe zu finden. Doch nur knapp die Hälfte von ihnen versucht es auch, zeigt eine Studie des IT-Verbands Bitkom. Foto: Henrik Josef Boerger/dpa-tmn Jeder vierte User war im Netz schon auf Partnersuche Viele Menschen hoffen, online die große Liebe zu finden. Doch nur knapp die Hälfte von ihnen versucht es auch, zeigt eine Studie. Dabei sind Partnerschaftsportale beliebter als reine App-Angebote.
Bei einem einseitigen Kinderwunsch hilft es, offen über Bedenken zu sprechen, damit der Partner nicht überrumpelt wird. Foto: Andrea Warnecke Bei einseitigem Kinderwunsch offen über Bedenken sprechen Auf Offenheit und Ehrlichkeit kommt es an: Bei einem einseitigen Kinderwunsch ist es sehr hilfreich, wenn sich die Partner früh darüber austauschen. Viele Unsicherheiten können auf diesem Weg ausgeräumt werden.