«Virtuelle Standleitung» macht Heimweh oft schlimmer

25.04.2016
Viele setzen auf Whatsapp oder Skype, um mit Eltern oder Freunden im Ausland in Kontakt zu bleiben. Doch hilft der ständige Austausch mit der Heimat gegen Heimweh?
Freunde und Verwandte sind im Ausland meist nur ein Mausklick entfernt. Foto: Steffen Kugler
Freunde und Verwandte sind im Ausland meist nur ein Mausklick entfernt. Foto: Steffen Kugler

Weinheim (dpa/tmn) - Ständige Chats, skypen und Co. mit Familie und Freunden in der Heimat machen die Sehnsucht nach ihnen oft noch schlimmer. So helfe eine «virtuelle Standleitung» nach Hause bei Heimweh nur in manchen Fällen.

So könnten Beispielsweise Studenten, die daheim aus- und in eine neue Stadt gezogen sind, dadurch oft nicht so gut am Studienort Fuß fassen. Das erklärt der Psychologe Wilfried Schumann in der Zeitschrift «Psychologie heute» (Ausgabe Mai 2016). Der ständige Kontakt, beispielsweise zu den Eltern, mache es schwieriger, am neuen Ort anzukommen, sich einzulassen und sich intensiv mit der neuen Situation zu befassen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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