Viel trinken schützt vor zweitem Nierenstein

19.02.2019
Nierensteine sind eine schmerzhafte und unangenehme Krankheit. Für Betroffene steigt auch nach einer erfolgreichen Behandlung die Gefahr eines zweiten Steins. Experten geben Tipps, wie das Risiko einer erneuten Erkrankung verringert werden kann.
Die Gefahr eines zweiten oder dritten Nierensteins sinkt, wenn Betroffene sehr viel trinken. Foto: Roland Weihrauch
Die Gefahr eines zweiten oder dritten Nierensteins sinkt, wenn Betroffene sehr viel trinken. Foto: Roland Weihrauch

Köln (dpa/tmn) - Wer einmal einen Nierenstein hatte, muss auch mit einem zweiten rechnen. Eventuell lässt sich eine erneute Erkrankung aber verhindern, rät das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) auf seinem Portal Gesundheitsinformation.de.

So sinkt die Gefahr eines zweiten oder dritten Nierensteins zum Beispiel, wenn Betroffene sehr viel trinken - und zwar deutlich mehr als die oft empfohlenen 1,5 Liter pro Tag.

Wie viel Liter man genau trinken sollte, klärt man am besten im Gespräch mit dem Arzt ab. Wichtig ist dabei auch, was man genau trinkt: Softdrinks wie Limonade oder Cola enthalten zum Beispiel häufig Phosphorsäure. Sie steht den Angaben nach im Verdacht, die Bildung von Nierensteinen zu begünstigen.

Auch eine Ernährungsumstellung schützt eventuell vor weiteren Nieren- oder Harnleitersteinen. Verzichten sollten Betroffene vor allem auf oxalathaltige Lebensmittel wie Rhabarber, Spinat, Schokolade oder Walnüsse. Auf Kalzium zu verzichten, hat dagegen eher die gegenteilige Wirkung - auch wenn Nierensteine oft aus kalziumhaltigen Salzen entstehen. Milch, Käse oder Joghurt dürfen Betroffene also weiter essen.

IQWIG zu Nierensteinen und Harnleitersteinen


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Aha-Momente auf dem stillen Örtchen: Farbe und Geruch von Urin können erste Hinweise auf Krankheiten sein - oder darauf, was man zuletzt gegessen hat. Foto: Franziska Gabbert Was der Urin über die Gesundheit verrät Grün, rot, orange, vielleicht pink oder sogar schwarz. Urin ist längst nicht immer gelb. Und auch nicht immer geruchlos. Die Gründe dafür sind oft harmlos - je nach Farbe und Geruch aber auch sehr ernst.
Forscher des Kompetenzzentrums Mineral- und Heilwasser haben sich mit der Frage beschäftigt, ob Mineralwasser wirlich besser ist, als normales Leitungswasser. Foto: Matthias Balk Wie gesund ist Mineralwasser? - Forscher untersuchen Wirkung Erwachsene sollten jeden Tag rund 1,5 Liter Wasser trinken. Sollte man einfach den Wasserhahn aufdrehen oder Sprudel kaufen? In Hannover geht das Kompetenzzentrum Mineral- und Heilwasser der Frage nach, wie Nährstoffe aus diesen Quellen im Körper aufgenommen werden.
Da Rhabarber viel möglicherweise schädliche Oxalsäure enthält, empfhielt es sich, ihn mit Milchprodukten zusammen essen. Foto: Andrea Warnecke Am besten mit Milchprodukten: Rhabarber richtig kombinieren Besonders schmackhaft ist Rhabarber beispielsweise mit Sahne oder Vanillesoße. Und das hat auch seinen Sinn: Durch das Kombinieren mit Milchprodukten wird verhindert, dass der Körper die in größeren Mengen womöglich schädliche Oxalsäure aufnehmen kann.
Rhababer sollte man wegen der Oxalsäure maximal zwei- bis dreimal in der Woche essen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Geschmack von Rhabarber lässt sich an der Farbe erkennen Manche Menschen lieben seinen Geschmack, anderen ist er viel zu sauer. Dabei gibt es den Rhabarber in unterschiedlichen Sorten - von extrem sauer bis mild-süß. Welches Aroma die Stangen haben, verrät die Farbe.