Verursacht Stress Magengeschwüre?

13.04.2016
Mythos oder Allgemeinwissen? Wer ständig unter Stress steht, läuft Gefahr, Magengeschwüre zu bekommen. Ein Professor der Berliner Charité klärt auf, was an dieser weit verbreiteten Annahme dran ist.
Ständiger Stress kann zu einem Magengeschwür führen - ist aber nicht die einzige Ursache. Foto: Marijan Murat
Ständiger Stress kann zu einem Magengeschwür führen - ist aber nicht die einzige Ursache. Foto: Marijan Murat

Berlin (dpa/tmn) - Von zu viel Stress bekommt man Magengeschwüre - solche Warnungen darf sich manch einer anhören, der ständig unter Strom steht. Aber stimmt das eigentlich?

«Nur in Extremfällen, und es ist absolut die Ausnahme». Das sagt Prof. Bertram Wiedenmann, Leiter der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hepatologie und Gastroenterologie an der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Zum einen bekommt man nicht von heute auf morgen ein Magengeschwür. «Das ist ein Kontinuum», erklärt Wiedenmann. Am Anfang steht etwa eine Entzündung der Magenschleimhaut: Die macht sich vor allem durch Schmerzen vom unteren Brustbein bis zum rechten Oberbauch bemerkbar. Die Schmerzen können brennend, stechend, dumpf oder auch mit Übelkeit verbunden sein.

Und zum anderen gibt es mehrere andere mögliche Ursachen: Auch Schmerzmittel, Alkohol, Helicobacter-Bakterien und eine sehr säurehaltige Ernährung können Entzündungen der Magenschleimhaut auslösen. Werden diese und andere Vorstufen nicht behandelt, können auch Magengeschwüre die Folge sein.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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