Verletzungen vorbeugen: Keine Sandalen für Diabetiker

20.04.2016
Wer an Diabetes leidet, sollte auch auf die Füße acht geben. Denn in offenen Schuhen wie Sandalen ist die Gefahr viel größer, sich kleine Schrammen oder Ähnliches zuzuziehen. Für gesunde Menschen ist das kein Problem, bei Diabetikern können diese womöglich zu Infektionen führen.
Auch wenn warme Frühlingsluft dazu einlädt, in die Sandalen zu schlüpfen: Diabetiker sollten festes Schuhwerk wählen, denn Verletzungen können für sie gefährlich werden. Foto: Wolfgang Kumm
Auch wenn warme Frühlingsluft dazu einlädt, in die Sandalen zu schlüpfen: Diabetiker sollten festes Schuhwerk wählen, denn Verletzungen können für sie gefährlich werden. Foto: Wolfgang Kumm

Berlin (dpa/tmn) - Langsam wird es wärmer, und die ersten liebäugeln vielleicht schon damit, die Sandalen aus dem Schrank zu holen. Diabetiker sollten das lieber bleiben lassen. Denn in lockeren offenen Schuhen oder gar barfuß kann man sich leicht kleine Verletzungen an den Füßen zuziehen.

Was für gesunde Menschen harmlos ist, kann Diabetikern gefährlich werden, warnt die Organisation DiabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe. Denn durch die schlechtere Durchblutung oder Nervenschädigungen in den Füßen nehmen Betroffene Schmerzen nicht oder weniger gut wahr. Kleine Verletzungen werden dann häufig zu spät bemerkt und können Infektionen nach sich ziehen. Daraus entwickeln sich mitunter Geschwüre, im schlimmsten Fall folgt eine Amputation.

Damit es so weit nicht kommt, sollten Diabetiker ihre Füße etwa mit gut sitzenden Schuhen vor Verletzungen schützen. Außerdem sollten sie täglich ihr Füße kontrollieren - wer nicht so beweglich ist, nimmt einen Spiegel zur Hilfe. Bemerkt man eine Verletzung, geht man am besten zum Arzt.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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