Unordnung im Haus: Kein Stress - aber sagen, was nervt

09.04.2020
Die Kinder daheim, die Erwachsenen im Homeoffice - das ständige Aufeinandersitzen fördert Unordnung. Oder Streit darüber. Ein Aufräumcoach rät aber zu Gelassenheit - gerade jetzt.
In Corona-Zeiten, wenn alle ständig zu Hause sind, kann es schnell nerven, wenn der Partner nicht aufräumt. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
In Corona-Zeiten, wenn alle ständig zu Hause sind, kann es schnell nerven, wenn der Partner nicht aufräumt. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Mainz (dpa/tmn) - Chaos! Wenn alle ständig zu Hause sind, kann das in Unordnung ausarten - und auch mal in Streit. «Man sollte sich keinen Stress machen», rät der Ordnungscoach Sabine Haag aus Mainz.

«Aber man sollte sich auch darüber ernsthaft unterhalten - vielleicht in einer Art Familienkonferenz. Dort darf jeder das erwähnen, was ihn am meisten stört, was ihm den Nerv raubt.»

Es gibt ja Dinge, die manchen besonders stören: zum Beispiel, wenn bestimmte Dinge herumfliegen oder an bestimmten Orten Unordnung herrscht. Beim einen ist es vielleicht das Spülbecken voller kleiner Essensreste, beim anderen sind es die Haare im Bad. Oder die aus der Kiste ausgeleerten Spielsachen, die auch noch herumliegen, wenn die Kinder schon schlafen.

Auf diese für Einzelne besonders nervigen Sachen sollte dann die ganze Familie und natürlich auch die Wohngemeinschaft gerade jetzt besonders achten. Denn wenn man ständig aufeinander hockt, nerven sie sogar noch mehr.

Ansonsten aber rät Haag zu etwas mehr Gelassenheit. «Einfach mal durchatmen und sich sagen: Es gibt jetzt wichtigere Dinge als Ordnung im Haus. Hauptsache, wir kommen gemeinsam gut durch die Situation.»


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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