Tricks für edel dekorierte Cupcakes

29.07.2020
Cupcakes sind mehr als süße Törtchen. Mithilfe eines Spritzbeutels und einer passenden Tülle schön dekoriert sind sie eine kleine Augenweide. Was beim Zubereiten wichtig ist.
Die Münchner Backbuch-Autorin Véronique Witzigmann erklärt in «Véroniques kleine Klassiker», wie die Sahnehäubchen kunstvoll auf die Cupcakes kommen. Foto: Volker Debus/Becker Joest Volk Verlag/dpa-tmn
Die Münchner Backbuch-Autorin Véronique Witzigmann erklärt in «Véroniques kleine Klassiker», wie die Sahnehäubchen kunstvoll auf die Cupcakes kommen. Foto: Volker Debus/Becker Joest Volk Verlag/dpa-tmn

München/Bielefeld (dpa/tmn) - Sie sehen einfach zum Reinbeißen aus, die Cupcakes. Das sind kleine Törtchen - mit einem Topping etwa aus Buttercreme, Sahne oder einer Mascarpone-Quark-Masse. Wobei das Topping nicht einfach auf die Cupcakes gelöffelt, sondern kunstvoll aufgespritzt wird.

Im Ergebnis zeigt sich das Muster etwa einer Rose, einer Hortensie, einer Dahlie oder einer anderen Blüte. In einem Farbton nach Belieben. Hübsch sieht etwa auch eine Deko mit zig Tupfen aus. Oder mit verspielten Wellen. «Der Fantasie beim Dekorieren von Cupcakes sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt», sagt die Münchner Backbuch-Autorin Véronique Witzigmann.

Ein Klassiker bei den Toppings: Das Sahnehäubchen. Mehr als Sahne mit Sahnesteif und etwas Zucker aufzuschlagen, ist nicht nötig. Eine andere Variante ist etwa die amerikanische Buttercreme. «Sie zeigt nach dem Aufspritzen saubere und glatte Konturen», erklärt Franziska Engels von Backen.de, dem digitalen Backhelfer von Dr. Oetker in Bielefeld.

Zitronensaft-Trick macht Creme geschmeidiger

Für die Creme rührt man Butter schaumig, sodass die Farbe nahezu weiß wird. Dann kommt gesiebter Puderzucker hinzu. Beides zusammen schlägt man erneut für mindestens drei Minuten auf. Am Schluss wird Milch oder etwas Zitronensaft dazugegeben. «Das macht die Creme geschmeidiger und ermöglicht, die Konsistenz einzustellen», so Engels.

Neben der amerikanischen Buttercreme eignet sich als Cupcake-Topping etwa auch die klassische Sahnecreme. «Sie ist weniger schwer als Buttercreme, lässt sich aber eher schwierig verarbeiten», so Engels.

Die Sahnecreme wird schnell weich, auch reißen die Kanten des Toppings schnell ein. «Zudem lässt sie sich nicht so gut einfärben, weil sie schnell zu flüssig wird.» Bei einer Mascarpone-Quark-Creme klappt indes das Einfärben problemlos. Ihr Nachteil: Auch sie reißt schnell an den Kanten ein.

Alle Zutaten sollten gleiche Temperatur haben

«Damit die jeweilige Creme die optimale Konsistenz bekommt, sollten alle Zutaten die gleiche Temperatur haben», sagt Witzigmann. Sie rät, die Creme direkt nach dem Zubereiten in einen Spritzbeutel zu füllen und diesen mindestens 15, besser 30 Minuten in den Kühlschrank zu legen. Denn die Creme sollte beim Verarbeiten gut gekühlt sein.

Je wärmer sie wird, desto weicher wird die Konsistenz und die Creme lässt sich schlechter auftragen. «Das passiert auch durch die Handwärme beim Festhalten des Spritzbeutels», erklärt Engels. Ihr Tipp: Wenn die Creme zwischendurch zu weich gerät, kann sie im Spritzbeutel für einige Minuten in den Kühlschrank gelegt und dann weiterverarbeitet werden.

Dann kommt es auf die Spritztechnik an. Da gibt es eine Vielzahl von Vorgehensweise. «Zum Beispiel der klassische Swirl, den wir auch vom Softeis kennen», erklärt Engels. Hierbei wird das Topping, meist mit einer Sterntülle kreisförmig von außen nach innen so aufgetragen, dass es Runde für Runde an Höhe gewinnt.

Bei einer einfachen Rose wird das Topping ebenfalls mit einer Sterntülle aufgetragen - und zwar von innen nach außen. Sie bleibt aber flach und wird am Ende nur mit einem Schwung abgezogen. Bei einem Tupfenmuster spritzt man einzelne Muster auf - entweder nebeneinander verteilt oder ähnlich wie eine Pyramide aufeinandergesetzt.

Lieber öfter nachfüllen als zu voller Spritzbeutel

Beim Dekorieren von Cupcakes gibt es viele Tricks. Einer ist, den Spritzbeutel nicht zu voll zu machen. «So kann man mit den Händen leichter Druck auf die Füllung ausüben und die Creme läuft nicht aus der Oberseite des Beutels heraus», erklärt Engels.

Nach dem Befüllen wird die Creme, am besten mit einer Teigkarte, nach vorne Richtung Spritztülle geschoben. «Dadurch verhindert man unschöne Luftbläschenbildung in der Creme, sodass sich das Topping gleichmäßiger aufbringen lässt», sagt Engels.

Wer vorher noch nie mit Spritzbeutel oder Tülle gearbeitet hat, kann vorher auf einem Teller oder auf Backpapier üben. Aber, keine Sorge, es geht nichts verloren: Die aufgespritzte Creme kann anschließend wieder in den Spritzbeutel zurückgegeben werden. Ist sie zu weich, einfach noch einmal ab in den Kühlschrank - und nach kurzer Zeit geht’s weiter.

«Véroniques kleine Klassiker», Véronique Witzigmann, Verlag Becker Joest Volk, 208 Seiten, 29,95 Euro, ISBN: 978-3-95453-149-3.

© dpa-infocom, dpa:200728-99-954136/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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