Tiefschlaf nach Alkoholkonsum kann das Baby gefährden

23.05.2019
Haben Eltern Alkohol oder andere Drogen konsumiert, sollten sie ihr Baby im eigenen Bett nächtigen lassen. Auch sonst ist das der beste Ort zum Schlafen für die Kleinen.
Nach einem Rausch schlafen Eltern oft besonders fest. Sie merken nicht, wenn sie ihrem Kind nicht genügend Platz lassen. Daher sollte das Kind im eigenen Bett schlafen. Foto: Arno Burgi
Nach einem Rausch schlafen Eltern oft besonders fest. Sie merken nicht, wenn sie ihrem Kind nicht genügend Platz lassen. Daher sollte das Kind im eigenen Bett schlafen. Foto: Arno Burgi

Köln (dpa/tmn) - Am sichersten - und teils auch am besten - schlafen Säuglinge im eigenen Bett. Das gilt vor allem, wenn die Eltern Alkohol getrunken haben oder unter dem Einfluss sonstiger Drogen stehen, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Denn dann schlafen Papa oder Mama oft besonders fest. Sie merken nicht, wenn sie ihrem Kind nicht genügend Platz lassen oder sich sogar auf das Baby rollen.

Weitere mögliche Gefahrenquellen für schlafende Babys sind Decken oder Kissen: Landen diese auf dem Gesicht, haben Säuglinge oft nicht genug Kraft oder Koordination, um sich davon zu befreien. Ein Schlafsack ist daher die bessere Wahl. Eine zu weiche Matratze kann vor allem in der Bauchlage zum Problem werden, weil das Kind dann mit Mund und Nase darin versinken kann.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Eine Statistik zeigt, dass viele Menschen zu viel Alkohol konsumieren. Foto: Daniel Naupold Alkoholkonsum ist laut Sucht-Bericht das größte Problem Wein, Bier und Schnaps können ein Genussmittel sein. Sie haben aber auch ein Suchtpotenzial. In Deutschland gilt der Konsum nach wie vor als deutlich zu hoch. Was lässt sich dagegen tun?
Schwangere, die Alkohol trinken, riskieren beim Kind bleibende Schäden. Vor allem auf das Gehirn des Kindes kann sich Alkoholkonsum fatal auswirken. Foto: Maurizio Gambarini Alkohol ist Gift für ungeborene Babys Wenn Schwangere mit Bier, Schnaps oder Wein Party machen, riskieren sie bleibende Schäden bei ihrem Kind. Rund 800.000 Menschen sind in Deutschland von der Folgeerkrankung FASD betroffen. Viele kommen mit ihrem Leben kaum zurecht.
Im Schnitt trinkt jeder Deutsche rund 101 Liter Bier pro Jahr. Foto: Jens Büttner Die Süchte der Deutschen - von Alkohol bis Schlaftablette Einmal im Jahr listet das Jahrbuch Sucht auf, wie abhängig die Deutschen sind - von Alkohol, Tabak, Medikamenten oder Glücksspielen. Trotz mancher Fortschritte hat sich am Gesamtbild für Suchtforscher wenig geändert.
Bei Elektrozigaretten oder Wasserpfeifen gebe es «einen klaren Aufwärtstrend - sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen», sagte die Drogenbeauftragte Marlene Mortler. Foto: Friso Gentsch Drogenbeauftragte warnt vor Rauchen und Alkohol Die Zahl der Toten durch illegale Drogen in Deutschland ist nach längerer Zeit leicht gesunken. Neben verbotenen Stoffen wie Heroin lenkt die Regierung den Blick auf Risiken für Millionen Bundesbürger.