Stiko rät zu Corona- und Grippeimpfung

27.09.2021
Corona- oder Grippeimpfung? Diese Frage stellt sich in den meisten Fällen nicht. Laut Stiko kann sie Immunisierung kann unter den richtigen Voraussetzungen auch parallel erfolgen.
Die Stiko spricht sich für eine parallele Corona-und Grippeimpfung aus. Foto: Felix Kästle/dpa
Die Stiko spricht sich für eine parallele Corona-und Grippeimpfung aus. Foto: Felix Kästle/dpa

Berlin (dpa) - Impfungen gegen Corona und Grippe können nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkomission (Stiko) nun an einem Termin erfolgen. Geraten wird dabei zu einem Zeitpunkt ab Oktober. Voraussetzung sei, dass es sich beim Influenza-Vakzin um einen Totimpfstoff handele, teilte die Stiko mit.

Totimpfstoffe enthalten inaktivierte Viren oder Bestandteile der Viren. Bei den in Deutschland zugelassenen Influenza-Impfstoffen für Kinder und Erwachsene handelt es sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts meist um Totimpfstoffe. Zuvor hatten sich bereits der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens und der Hausärzteverband für gleichzeitiges Impfen ausgesprochen.

Zwischen Covid-19-Impfungen und auch allen anderen Totimpfstoffen muss damit nicht mehr zwingend ein Impfabstand eingehalten werden. Voraussetzung sei, dass eine Indikation zur Impfung sowohl gegen Covid-19 als auch andere Erkrankungen bestehe, hieß es. Parallel-Impfungen sollten aber nicht in denselben Oberarm erfolgen, sondern verteilt auf unterschiedliche Gliedmaßen.

Impfreaktionen könnten bei gleichzeitigen Impfungen häufiger auftreten als bei der getrennten Gabe, hieß es. Umfangreiche Erfahrungen mit Nicht-Covid-19-Impfstoffen zeigten bisher aber, dass die Immunantwort und Nebenwirkungen generell denen einer Solo-Gabe ähnelten.

Für Deutschland gibt es laut Stiko noch keine veröffentlichten Ergebnisse zur simultanen Anwendung von zugelassenen Corona-Impfstoffen und anderen Totimpfstoffen. Unveröffentlichte Daten aus Großbritannien zeigten jedoch nur eine leicht erhöhte Körperreaktion bei gleichzeitiger Anwendung von Covid-19- und Influenza-Impfstoffen.

© dpa-infocom, dpa:210914-99-212591/9

Stiko-Empfehlungen


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
In Corona-Ambulanzen können sich Patienten testen lassen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa Wichtige Informationen zum Coronavirus Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus steigt, fast alle Bundesländer haben inzwischen Nachweise gemeldet.
Eine Schaufensterpuppe mit Atemmaske steht im Schaufenster einer Apotheke. (Symbolbild). Foto: Sebastian Gollnow/dpa Was passiert während der Influenzasaison? Winterzeit ist Grippezeit: Die Kombination von Covid-Patienten und Grippe-Kranken droht das Gesundheitssystem schwer zu belasten. Die Corona-Vorsicht könnte aber die Grippewelle auch eindämmen.
Stecken Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer im beruflichen Umfeld mit dem Coronavirus an, kann das als Berufserkrankung oder Arbeitsunfall gelten. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Berufskrankheit oder Arbeitsunfall: Covid-19 im Beruf melden Eine Covid-19-Erkrankung kann unter Umständen als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall anerkannt werden. Warum das für Beschäftigte wichtig ist und wohin sie sich am besten wenden.
Reinhard Janzen sitzt zur Überprüfung seiner Lungenfunktion in einem Bodyplethysmographen in der Reha-Klinik Bad Rothenfelde. Foto: Sina Schuldt/dpa Aus dem Leben geworfen: Reha für Long Covid-Patienten Es ist eine neue Krankheit mit vielen Gesichtern: Mehr als 30 Symptome von Kurzatmigkeit über Schwindel bis zu massiven Gedächtnisproblemen können auf Long Covid hinweisen. Viele Betroffene leiden unter lähmender Müdigkeit.