So wird der Kuchen kunterbunt

30.09.2020
Manche mögen es bunt - auch beim Kuchenessen. Mit Gel und Pulver, aber auch mit Candy Melts lassen sich Torten & Co. einfärben. Damit der Wow-Effekt garantiert ist, helfen ein paar Tricks.
Die Buttercreme auf Cupcakes kann gut Farbe vertragen. Foto: RUF Lebensmittelwerk KG/dpa-tmn
Die Buttercreme auf Cupcakes kann gut Farbe vertragen. Foto: RUF Lebensmittelwerk KG/dpa-tmn

Ambach (dpa/tmn) - Ob Kuchen oder Torten - manche Backwerke erinnern eher an kleine Kunstwerke. Was nicht zuletzt an ihrem farbenfrohen Aussehen liegt. Blau, gelb, grün, orange, rot: In vielen Tönen lassen sich Rührteig, Buttercreme und Co. einfärben.

«Zum Einfärben eines Zuckergusses eignen sich sowohl Pulver- als auch Flüssigfarben», sagt die Backbuch-Autorin Katharina Felbermeir aus dem bayerischen Ambach. Felbermeirs Grundrezept für Zuckerguss: Puderzucker und Wasser oder Zitronensaft verrühren. Wichtig: «Flüssigkeit nur nach und nach zugeben», sagt sie.

Soll der Guss nun farbig werden, kann es bei flüssiger Lebensmittelfarbe passieren, dass die Konsistenz zu dünn wird. «In dem Fall dann etwas Puderzucker nachgeben», empfiehlt Felbermeir.

Zuckerguss für Schriftzüge besser nicht zu dünn

Ihr Tipp: Wer mit dem Zuckerguss Schriftzüge oder Ornamente aufspritzen oder Dekorelemente wie etwa Blüten oder Figuren anbringen will, sollte für eine etwas dickere Konsistenz sorgen - indem man Puderzucker und Flüssigkeit im Verhältnis 200 Gramm zu 2 Esslöffeln Flüssigkeit mischt.

Auch Pulverfarben sind beim Backen ideal. «Sie enthalten entweder Farbstoffe oder bestehen aus sogenannten färbenden Lebensmitteln, das heißt, es sind natürliche Farben aus Pflanzen», erläutert Katharina Kaiser vom RUF Lebensmittelwerk im niedersächsischen Quakenbrück.

Gelfarben sind leichter zu dosieren

Eine Alternative zum Pulver sind Gelfarben. «Mit ihnen können Cremes, Glasuren, Sahne, Füllungen, Fondant und auch Marzipan auf natürlichem Weg kunterbunt eingefärbt werden», so Kaiser. Im Unterschied zu Pulverfarben enthalten Gelfarben meist keine färbenden Lebensmittel, sondern (natürliche) Farbstoffe. «Sie sind leicht zu dosieren und backstabil», so Kaiser.

Daher eignen sie sich vor allem dazu, Teige einzufärben. Bei der Regenbogentorte etwa werden mehrere Böden mit verschiedenen Farben eingefärbt, geschichtet und mit Creme gefüllt.

Durch Backen wird Rührteigfarbe intensiver

Wichtig beim Färben des jeweiligen Teigs: Farben unbedingt sparsam verwenden. «Durchs Backen intensiviert sich oft die Farbe zum Beispiel eines Rührteiges», erklärt Felbermeir. Wer einen Rührteig einfärben möchte, sollte die jeweilige Farbe nicht unmittelbar in die Masse geben, sondern sie in einer Extra-Schüssel mit den flüssigen Zutaten - etwa Milch - verrühren und dann erst in den Teig geben.

«Auf diese Weise verteilt sich die Farbe gleichmäßiger durch die Masse», so Felbermeir. Geht es darum, dass zum Beispiel Buttercreme anders als weiß aussehen soll, sollte man erst in einer kleinen Schüssel Pulverfarbe mit etwas heißem Wasser anrühren und die so entstandene Flüssigkeit dann unter die Creme heben.

Farbe bei Fondant mit Zahnstocher auftragen

Und was gilt bei weißem Fondant? Auch er lässt sich problemlos einfärben. «Am besten eignen sich hierfür Gelfarben», erklärt Felbermeir. Der jeweilige Ton wird mithilfe eines Zahnstochers mittig auf das Fondant-Stück aufgetragen. Anschließend ist der Fondant solange zu kneten, bis dass die Farbe sich gleichmäßig verteilt hat.

Mit Candy Melts werden Backwerke ebenfalls bunt. Solche Produkte in Form von kleinen Talern bestehen hauptsächlich aus einer Fettglasur und (natürlichen) Farbstoffen oder färbenden Lebensmitteln. Hobbybäcker schmelzen Candy Melts im Wasserbad oder in der Mikrowelle und verwenden sie wie Kuvertüre. Weil sie sich sehr gut portionieren lassen, eignen sie sich auch für das Überziehen von Cake Pops. «Aber auch für bunte Muffins oder Cupcakes sind sie ideal», so Felbermeir.

Candy Melts in Intervallen schmelzen

Beim Schmelzen von Candy Melts gilt: Die Masse regelmäßig umrühren, damit sie nicht klumpt. Wer sich für die Mikrowelle entscheidet, sollte sie dort nicht zu lange lassen, da sie sonst anbrennen können. Ideal ist es, sie bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen in Intervallen von etwa 30 Sekunden schmelzen zu lassen. Nach 30 Sekunden herausnehmen, die Masse umrühren und gegebenenfalls ein weiteres Mal für 30 Sekunden in die Mikrowelle.

Wem die Masse schließlich zu dickflüssig erscheint, kann etwas Kokosfett hinzugeben. «Im Ergebnis bekommen Cake Pops, Muffins oder Cupcakes einen besonders glänzenden Überzug», so Felbermeir.

Literatur:

«Das Prinzessinnen-Backbuch. Backen, dekorieren und gastgeben wie eine echte Prinzessin», Katharina Felbermeir, BLV Buchverlag, 128 Seiten, 20 Euro, ISBN-13: 9783835418509.

© dpa-infocom, dpa:200929-99-755260/4


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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