So schützen Sie Zäpfchen und Cremes richtig vor Hitze

24.06.2020
Die Medikamente nach der Rückkehr aus der Apotheke erstmal im Auto in der Sonne liegen lassen? Keine gute Idee. Denn manche Produkte reagieren empfindlich auf Hitze - und das hat negative Folgen.
Im Zweifel packt man wärmeempfindliche Medikamente zum Schutz vor sommerlicher Hitze in eine Kühltasche. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Im Zweifel packt man wärmeempfindliche Medikamente zum Schutz vor sommerlicher Hitze in eine Kühltasche. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) – Manche Medikamente vertragen Hitze nicht gut und büßen durch sie an Wirksamkeit ein. Darauf macht die Bundesapothekerkammer aufmerksam.

Zäpfchen zum Beispiel können schmelzen. Die enthaltenen Wirkstoffe verteilen sich dann ungleichmäßig. In diesem Fall hilft kein Abkühlen mehr: Die Zäpfchen sind unbrauchbar geworden. In Cremes trennen sich bei zu großer Hitze unter Umständen die Bestandteile. Und bei in der direkten Sonne gelagerten Asthmasprays könnten sich Wirksamkeit und Dosiergenauigkeit ändern - äußerlich erkennbar ist das aber nicht.

Entsprechend setzt man Arzneimittel lieber keinen allzu hohen Temperaturen aus. Die meisten Medikamente sollten nach Angaben der Experten bei 15 bis 25 Grad Celsius gelagert werden.

Kühlen ja - aber nicht einfrieren

Manche Produkte gehören auch in den Kühlschrank. Wichtig ist aber: Einfrieren dürften kühlpflichtige Arzneimittel nicht. Wer sie in der Kühltasche transportieren möchte, wickelt sie darum besser in ein Handtuch ein - so kommen sie nicht in direkten Kontakt mit Kühlakkus.

Sind die Arzneimittel nur wärmeempfindlich und benötigen nicht ausdrücklich eine Kühlung, so ist ebenfalls eine Kühltasche - ohne extra Kühlelemente - ein geeigneter Aufbewahrungsort. Im Auto seien Medikamente während der Fahrt unter einem der Vordersitze gut aufgehoben, empfiehlt die Bundesapothekerkammer.

© dpa-infocom, dpa:200624-99-547040/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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