So gelingt die perfekte Waffel

17.04.2019
Waffeln lassen sich problemlos auf Vorrat produzieren und einfrieren. Nach dem Auftauen einfach kurz in den Backofen oder in den Toaster - und die Gebäckstücke schmecken wie frisch.
Für die Waffeln aus Hefeteig werden Milch, Butter, Weizenmehl, Trockenbackhefe, Eier, Zucker verknetet. Foto: Dr. Oetker Versuchsküche
Für die Waffeln aus Hefeteig werden Milch, Butter, Weizenmehl, Trockenbackhefe, Eier, Zucker verknetet. Foto: Dr. Oetker Versuchsküche

Bielefeld (dpa/tmn) - Ob süß oder herzhaft - runde, eckige oder aus mehreren Herzen bestehende Waffeln sind immer ein Genuss. Der Teig dafür lässt sich unkompliziert zubereiten - und: es geht schnell.

Die Grundzutaten für den Teig sind Fett, Eier, Zucker und Mehl. Wobei beim Stichwort Fett viele vor der Frage stehen: Butter oder Margarine? «Das ist eine reine Geschmackssache, es geht beides», sagt Gerhard Schenk. Der Augsburger Konditormeister ist Präsident des Deutschen Konditorenbundes.

Mit Butter oder Margarine

Nicht so gut geeignet sind Halbfett-Margarine oder Halbfett-Butter: Durch deren höheren Wasseranteil droht der Teig zu weich zu werden. «Das kann dazu führen, dass die Waffeln einfallen oder nicht richtig durchbacken beziehungsweise klitschig werden», erklärt Jens Behrend von der Dr. Oetker-Versuchsküche in Bielefeld. Butter oder Margarine können für den Teig erst in einem kleinen Topf auf dem Herd geschmolzen werden - «ein Muss ist das aber nicht», betont die Backbuchautorin Angelika Ilies. In jedem Fall muss das Fett weich sein.

Butter oder Margarine werden für einen Waffelteig oft schaumig gerührt. Mit den dabei eingeschlagenen Luftbläschen wird der Teig schön locker. «Mit zerlassenem Fett gelingt dieses Aufschlagen nicht», so Behrend.

Welche Mehlsorte darf es sein?

Für unwiderstehlich schmeckende Waffeln ist es dagegen egal, welche Mehlsorte verwendet wird. «Gut geeignet ist Weizenmehl der Type 405», bemerkt Ilies. Aber auch Dinkelmehl ist eine gute Wahl. Was in den Teig für süße Waffeln unbedingt hineingehört: Zucker. Egal, ob die fein- oder die grobkörnige Variante: «Der Zucker sorgt dafür, dass die Waffeln schön knusprig werden», erklärt Schenk.

«Luftigere Waffeln gelingen, wenn für den Teig die Eier getrennt werden», bemerkt Ilies. Das heißt, das Eigelb wird mit den anderen Grundzutaten zu einem Teig verrührt. In diesen Teig wird ganz zum Schluss das zu steifem Schnee geschlagene Eiweiß untergehoben.

Ein Rezept von Ilies für Frühlingszwiebel-Waffeln:

Zwei Esslöffel geröstete Sesamsamen mit je vier Esslöffel Sojasauce und Zitronensaft, einem Esslöffel Sesamöl und drei Esslöffeln Wasser verrühren. Vier Frühlingszwiebeln putzen und waschen, weiße Teile quer in dünne Scheiben schneiden und unter den Sesam Dip rühren. Die grünen Frühlingszwiebel-Teile in vier Zentimeter lange Stücke und diese längs in schmale Streifen schneiden. Nun 250 Gramm Mehl mit zwei Teelöffeln Puderzucker, einem Teelöffel Salz und einem halben Teelöffel Pfeffer mischen. Dies mit einem Esslöffel Sesamöl und 360 Milliliter lauwarmen Wasser zu einem glatten Teig verrühren.

Jetzt ein Waffeleisen fetten und auf mittlerer Stufe aufheizen. Ein Viertel des Frühlingszwiebelgrüns darauf verteilen und mit einem Viertel des Teigs bedecken. Das Waffeleisen schließen und den Teig in etwa vier Minuten zu einer hellbraunen Waffel backen. Die fertige Waffel herausheben und auf ein Kuchengitter setzen. Aus dem restlichen Teig drei weitere Waffeln backen. «Nach Belieben mit etwas Sesam Dip beträufeln, den Rest vom Dip separat dazu servieren», so Ilies.

Nicht stapeln!

Generell gilt: Waffeln sollten nach dem Backen nicht übereinander gestapelt auf dem Kuchenrost abkühlen. «Dadurch werden sie zu weich», erklärt Schenk. Besser ist es, sie nebeneinander zu legen. Wenn von den abgekühlten Waffeln noch etwas übrig bleibt, können sie in Gefrierbeuteln verpackt sehr gut eingefroren werden. «Nach dem Auftauen können die Waffeln im Backenofen auf einem Blech mit Backpapier bei etwa 180 Grad rund fünf Minuten aufgebacken werden», sagt Behrend.

Das Aufbacken gelingt auch im Toaster, sofern die Waffeln dort hineinpassen. Und: Sie schmecken wie frisch gebacken. Keine gute Alternative ist die Mikrowelle: Sie erhitzt die Waffeln zwar, sie werden aber nicht knusprig.

Literatur:

«Waffeln», Angelika Ilies, Verlag Gräfe und Unzer, 64 Seiten, 9,99 Euro, ISBN: 9783833866241.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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