Schwindel im Alter oft Nebenwirkung von Medikamenten

09.08.2019
Schwindelgefühle im Alter sind zunächst nicht völlig unüblich. Betroffene sollten dennoch schnell abklären, was die Gründe für den Schwächeanfall sind.
Das Messen des Blutdrucks kann erste Hinweise auf die Ursache für den Schwindelanfall geben. Foto: Sebastian Kahnert/zb/dpa
Das Messen des Blutdrucks kann erste Hinweise auf die Ursache für den Schwindelanfall geben. Foto: Sebastian Kahnert/zb/dpa

Baierbrunn (dpa/tmn) - Gerade ältere Menschen sind häufig von diffusen Schwindelgefühlen geplagt, die verschiedene Ursachen haben können. Um ihre Balance wiederzufinden, sollten Betroffene zügig ihren Hausarzt aufsuchen, berichtet die Zeitschrift «Senioren Ratgeber» (Ausgabe 8/19).

Einen ersten Hinweis auf Ursachen kann das Messen des Blutdrucks geben. Ein zu niedriger Wert, oft durch Medikamente bedingt, verursacht mitunter Schwindel.

Neben Herz-Kreislauf-Problemen und Medikamenten kann aber auch die Psyche hinter dem schummerigen Gefühl stecken. Ebenso ist ein Defekt des Innenohrs möglich, sowie Durchblutungsstörungen im Gehirn, neurologische Leiden oder simple altersbedingte Funktionsstörungen.

Schwierig wird es, wenn viele Ursachen zusammenkommen - so wie es im Alter oft der Fall ist. Die Sicht wird schlechter, Kopf- und Halsarterien können verengt sein, die Nerven und Muskeln sind nicht mehr so fit. Doch die Hoffnung sollte man auch dann nicht aufgeben, denn multifaktorieller Schwindel kann gut behandelt werden.

Bei Schwindel wird meist ein Mix aus Medikamenten und Gleichgewichtsübungen verordnet. Förderlich ist auch Bewegung. Denn durch Reize und unebene Umgebungen reguliert sich das Nervensystem selbst.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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