Schulstart: Auf schadstofffreie Brotboxen achten

06.08.2021
In einigen Bundesländern läuft die Schule wieder an. Nun müssen wieder Pausenbrote geschmiert und verpackt werden. Nicht alle Behälter eignen sich - so sind Kinder schadstofffrei versorgt.
Brotdosen sollten schadstofffrei sein. Außerdem sind Behälter mit Abteilungen praktisch, damit verschiedene Snacks sich nicht vermischen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Brotdosen sollten schadstofffrei sein. Außerdem sind Behälter mit Abteilungen praktisch, damit verschiedene Snacks sich nicht vermischen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Schulstart in einigen Bundesländern: In der Pause wird wieder die Brotdose ausgepackt. Die sollte nachhaltig und schadstofffrei sein. Achtung bei den sogenannten Bambus-Behältern. Denn Bambus ist dort meist wenig drin, stattdessen vor allem ein Melamin-Formaldehyd-Harz, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Säuren und heiße Temperaturen setzen diese Substanzen frei, es drohen Krebs, Blasen- und Nierenschäden sowie eine schlechtere Fruchtbarkeit. Auch reine Melamin-Behälter sind nicht geeignet.

Was sollten Eltern ihren Kindern stattdessen mitgeben? Zum Beispiel Hartplastikdosen aus den Kunststoffen Polypropylen, Polyethylen oder Polymilchsäure. Abgekürzt mit PP, PE und PLA ist das Material meist unten auf den Behältern vermerkt. Allerdings sollten sie nicht beschädigt sein, denn auch dann können Stoffe ins Essen kommen. Aluminiumbehälter wiederum sollten nicht für saure oder salzige Speisen benutzt werden.

Kinder lieben Dosen mit mehreren Fächern

Am sichersten sind laut BUND Behältnisse aus Edelstahl oder Glas. Zwar verbraucht die Herstellung viele Ressourcen, aber die Produkte halten dafür länger. Das macht auch den höheren Preis wieder wett. Zum Schulstart lohnt ein Blick in den Schrank: Denn am nachhaltigsten sind die Dosen, die man bereits besitzt.

Übrigens: Kinder mögen es in ihren Brotboxen nicht so gerne gemischt. Darauf weist die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hin. Von daher ist eine Dose mit verschiedenen Fächern ideal. Dann purzeln Brot und geschnittenes Obst nicht durcheinander.

© dpa-infocom, dpa:210806-99-745666/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Junkfood wie Chicken Nuggets mit Pommes und Ketchup sollten Kinder nur gelegentlich essen. Foto: Tobias Hase/dpa/dpa-tmn Ernährungsexperte: «Fertig-Currywurst auf die rote Liste!» Kinder lieben Pizza, Burger und Süßes. Doch wie viel ist zu viel? Zu einseitige Ernährung kann sie jedenfalls fürs Leben fehlprägen, warnt ein Ernährungsmediziner. Das hat gesundheitliche Folgen.
Beeren und Müsli sind eine gute Idee zum Frühstück, allerdings keine Fertig-Cerealien. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Was ein gesundes Frühstück ausmacht «Mit leerem Magen gehe ich nicht aus dem Haus» oder «Morgens kriege ich nichts runter» - beim Thema Frühstück scheiden sich die Geister. Feststeht: Wenn man frühstückt, dann bitte richtig.
Man nehme eine Zwiebel, acht Tomaten und einen Esslöffel Oreganoblättchen, schmort alles eine halbe Stunde im Ofen und kocht dazu 250 Gramm Vollkornnudeln - und rappzapp ist ein Abendessen für zwei kleine Esser fertig. Foto: Daniela Sonntag/TRIAS Verlag/dpa-tmn Schnelle Küche für Kleinkinder Pizza, fette Pommes und zuckersüßer Milchreis - das klingt nach Kinderparadies. Doch man kann die Kleinen auch an gesundes Gemüse gewöhnen - mit Fantasie, Blitzrezepten und wenig Zutaten.
Ein Überangebot an stark zucker- und fetthaltigen Lebensmitteln sorgt bei vielen Kindern für Übergewicht. Foto: Jan-Peter Kasper/ Friedrich-Schiller-Universität Jena/dpa Mediziner fordern stärkeren Kampf gegen Übergewicht In der Werbung, unter Freunden oder im Elternhaus: Kinder werden früh auf zu süße und zu fettige Lebensmittel geprägt. Aus Anlass des Europäischen Adipositas-Tages treten Mediziner für gesetzliche Schritte zur Förderung einer gesunden Ernährung ein.