Schonhaltung verstärkt Nackenschmerzen

06.04.2020
Wenn der Nacken bis in Kopf und Schultern schmerzt, kann eine Muskelverspannung oder ein eingeklemmter Nerv schuld sein. Was gegen den steifen Hals hilft.
Bei Nackenschmerzen sollten Betroffene keine Schonhaltung einnehmen, sondern sich bewegen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn
Bei Nackenschmerzen sollten Betroffene keine Schonhaltung einnehmen, sondern sich bewegen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) – Wem der Nacken schmerzt, der neigt zu starren Schonhaltungen. Sind die Muskeln verspannt oder ist ein Nerv eingeklemmt, kann das die Schmerzen aber sogar noch verstärken, erklärt Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Klinik in Berlin.

Wichtig ist vielmehr, wieder mobil zu werden und sich im Alltag normal zu bewegen. Dabei helfen Gels oder Cremes sowie die kurzfristige Einnahme von Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac. Auch Wärme tut gut, etwa durch das Auflegen von Wärmflasche oder Kirschkernkissen, sowie Nacken- und Entspannungsübungen.

Eine schwere Muskelverspannung ist allerdings ein Fall für den Facharzt. Dieser kann auch abklären, ob eine andere Ursache wie eine Muskel- oder Nervenentzündung oder ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule dahintersteckt.

Wer Nackenschmerzen vorbeugen will, sollte sich vor allem bei viel sitzender Tätigkeit regelmäßig bewegen. Das lässt sich einfach integrieren: Etwa mit kurzen Dehn- und Streckübungen, einem Spaziergang in der Mittagspause oder indem man manches im Stehen statt im Sitzen erledigt. Wer den Hals mit einem Tuch warmhält, schützt sich vor Zugluft und verhindert ein Verspannen der Nackenmuskulatur.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer im Büro viel sitzt, hat schnell mal einen verspannten Nacken. Mit einfachen Übungen verschwinden die Beschwerden normalerweise nach ein paar Tagen wieder. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn Nackenverspannungen vorbeugen und lösen - So geht's Nackenverspannungen sind lästig, aber in den meisten Fällen leicht zu beheben. Unternehmen Betroffene allerdings lange nichts dagegen, drohen chronische Schmerzen. Am besten lässt man es so weit gar nicht kommen - und bleibt immer in Bewegung.
Für kleinere Partien wie den Nacken oder die Schultern eignen sich Bälle oder kleine, speziell geformte Rollen. Foto: Christin Klose Was beim Entspannen mit Faszienrollen zu beachten ist Viele Freizeit- und Leistungssportler schwören auf die Faszienrolle, auch «Blackroll» genannt, und deren Wohlfühleffekt. Die Sportmedizin tut sich mit dem Trainings- und Therapiewerkzeug aber noch schwer. Besonders dessen langfristige Folgen sind noch wenig untersucht.
Wenn Hände heilen: Manuelle Therapie ist eine Unterform der Physiotherapie. Physiotherapeuten brauchen dafür eine zusätzliche Qualifikation. Foto: v Hilfe bei Gelenkbeschwerden: Behandlungsformen im Überblick Ob Osteopathie, Manuelle Therapie oder die klassische Krankengymnastik - für Patienten mit Gelenk- oder Muskelschmerzen gibt es diverse Behandlungsmethoden. Doch nicht jede Therapie ist für jeden Schmerzgeplagten gleichermaßen geeignet. Unterschiede und Gemeinsamkeiten.
Gegen Verspannungen hilft Wärme. Dafür sorgt eine heiße Rolle. Foto: Monique Wüstenhagen Heiße Rolle kann Verspannungen und Schmerzen lindern Bei Verspannungen, Schmerzen oder beispielsweise Verstopfungen tut vielen Betroffenen Wärme gut. Eine heiße Rolle etwa kann man auch zuhause anwenden. Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten.