Schon ganz kleine Babys Dinge anfassen lassen

03.08.2021
Neugeborene bekommen noch nicht viel mit? Doch. Gerade in der Phase bis zum dritten Monat ist ihr Gehirn besonders empfänglich. Das sollten Eltern nutzen.
Babys sollten in Wachphasen immer wieder so positioniert werden, dass sie ihr Umfeld gut sehen können. Auch Gegenstände zum Anfassen anzubieten, fördert die Entwicklung. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Babys sollten in Wachphasen immer wieder so positioniert werden, dass sie ihr Umfeld gut sehen können. Auch Gegenstände zum Anfassen anzubieten, fördert die Entwicklung. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Köln (dpa/tmn) - Selbst drei Monate alte Babys lernen schon durch Beobachten ihrer Umgebung und ihrer Eltern. Beispielsweise Aktivitäten, wie etwas in die Schublade legen. Das sind Eindrücke, die soziale, motorische und kognitive Entwicklung eines Säuglings fördern, informiert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

«Wir wissen, dass Neugeborene enorm viel lernen. Dies ist eine besonders empfängliche Phase des menschlichen Gehirns», erklärt Monika Niehaus, Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes. Aber da Babys in den ersten drei Lebensmonaten noch nicht in der Lage sind, nach Gegenständen zu greifen, reichten ihnen Eltern meist wenig Dinge, um sie zu berühren. Doch genau das sollten sie tun, so die Kinder- und Jugendärztin.

Sie rät Eltern, Babys in Wachphasen immer wieder so zu positionieren, dass sie ihr Umfeld gut sehen, und Gegenstände zum Anfassen anzubieten. Dabei lernen Babys mit der Zeit, etwas zu halten oder danach zu greifen. Durch soziale Interaktionen mit ihren Eltern erfahren Neugeborene, wie sie ihren eigenen Körper richtig nutzen können und begreifen allmählich die Zusammenhänge zwischen ihren Bewegungen und ihrer Umgebung. (www.kinderaerzte-im-netz.de)

© dpa-infocom, dpa:210803-99-683829/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Noch sind es in großer Überzahl die Frauen, die für die Kinder zuhause bleiben. Doch unter den Elterngeldbeziehern sind immer mehr Väter. Foto: Tobias Hase Mehr Väter beziehen Elterngeld Der Papa mit dem Säugling im Tragetuch ist vor allem in Großstädten inzwischen Normalität. Nach einer Statistik steigt die Zahl der männlichen Elterngeldbezieher. Ein Grund für Euphorie ist das aus Expertinnensicht aber nicht.
Laut einer Studie kann auch eine vegane oder vegetarische Ernährung den Bedarf von Kleinkindern decken, wenn auf eine ausreichende Zufuhr von wichtigen Nährstoffen geachtet wird. Foto: Patrick Pleul Kindheit ohne Fleisch und Wurst - gesund oder riskant? Wenn Kinder plötzlich Vegetarier sein wollen, sind so manche Eltern ratlos. Doch so lang Eier und Milch auf dem Speiseplan stehen, halten Experten diese Variante für gut machbar. Kritischer ist es, wenn Kinder auf alles verzichten, was vom Tier kommt.
Eltern sollten ihr Kind spätestens zwischen dem 30. und 40. Lebensmonat vorsorglich augenärztlich untersuchen lassen. Sind in der Familie Fehlsichtigkeiten oder Schielen bekannt, sollte die Untersuchung schon am Ende des ersten Lebensjahres erfolgen. Foto: BVA Schielen ist nicht harmlos Schielen ist mehr als ein Schönheitsfehler. Es kann ein Anzeichen für eine schwerwiegende Sehbehinderung sein. Je früher eine Therapie beginnt, desto besser sind die Heilungsaussichten.
Laut PISA-Studie leidet jeder sechste deutsche Schüler regelmäßig unter Mobbing. Eltern sollten daher für den Schulalltag ihres Kindes ernstes Interesse zeigen. Foto: Silvia Marks Jeder sechste Schüler erfährt Mobbing: Was Eltern tun können In der Schule verbringen Kinder viel Zeit. Umso wichtiger ist es, dass sie sich dort wohlfühlen. Doch fast jeder sechste Schüler ist in Deutschland ein Opfer von Mobbing, wie eine Studie zeigt. Auch Eltern sind hier gefragt - sie müssen im Ernstfall einschreiten.