Rund um wohlfühlen: Körper und Geist stärken

19.02.2016
Sport hält fit. Er kann einem nicht nur den Gang zum Arzt ersparen, sondern erleichtert einem auch das Bewältigen vieler Alltagsaufgaben. Doch um gesund zu bleiben, muss die mentale Verfassung ebenso stimmen.
Joggen bei Sonnenaufgang kann ein besonderes Erlebnis sein. Wer solche Bilder im Kopf behält, kann sich später mit ihnen einige Glücksmomente verschaffen. Foto: Angelika Warmuth
Joggen bei Sonnenaufgang kann ein besonderes Erlebnis sein. Wer solche Bilder im Kopf behält, kann sich später mit ihnen einige Glücksmomente verschaffen. Foto: Angelika Warmuth

Saarbrücken (dpa-infocom) - Körperliche Fitness wirkt sich auf viele Bereiche des Lebens aus. Denn wer gesund ist, verspürt Tatendrang, Neugierde und Optimismus. Im Alltag lassen sich auf diese Weise viele Herausforderungen leichter angehen.

Gesundheit lässt sich verstehen als ein dynamisches Gleichgewicht zwischen den Schutzmechanismen einer Person und den krankmachenden Einflüssen ihrer Umwelt. Dieses Gleichgewicht kommt sowohl im körperlichen als auch psychischen Wohlbefinden zum Ausdruck.

«Gesundheit ist demnach weniger ein Zustand als vielmehr ein Prozess aktiver Gestaltung und Entwicklung. Sie schließt die Fähigkeit der betreffenden Person ein, dieses Gleichgewicht zu erhalten bzw. es wiederherzustellen», erklärt Julia Krampitz, Gesundheitsexpertin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).

Anstatt zu fragen, was den Menschen krankmacht, rät die Expertin dazu, die Perspektive zu wechseln und sich zu überlgen, «was hält uns gesund?». Aussagen wie «die anderen überfrachten mich, sind schuld und meine Umwelt verlangt zu viel von mir» sollte man umkehren zu «Ich kann mein Wohlbefinden steuern! Ich weiß was mich motiviert! Ich weiß welche Werte für mich wichtig sind! Ich weiß, was mich inspiriert!». Ziel sei es, auf sein Inneres zu hören und gleichzeitig die Außenwelt besser wahrzunehmen.

Wichtig für mentale und körperliche Stärke ist regelmäßige Bewegung. Denn durch Sport können Frust und Stress abgebaut werden. Wenn die Zeit dafür mal nicht reicht, sind kurze Auszeiten und Achtsamkeitsminuten einzubauen, um Energiespeicher wieder aufzuladen. Der Körper kann nicht unterscheiden, ob es sich um eine reale Situation handelt oder um eine Visualisierung. Daher kann auch die Energie der Vorstellungskraft genutzt werden. In zahlreichen Studien wurde bewiesen, dass Phantasiereisen die Stresshormone senken.

«Es gilt, sich Glücksmomente zu verschaffen: Urlaubsbilder anschauen, mit der Lieblingsmusik aufstehen und mit tiefen Atemzüge die frische Luft genießen oder die ersten Sonnenstrahlen beim morgendlichen Lauf zu spüren», rät die Dozentin an der DHfPG und führt aus: «Horchen Sie in sich hinein: Wo fühle ich mich wohl? In der Gegenwart welcher Personen fühle ich mich geborgen? In welcher Situation sprühe ich vor Energie? In welchem Moment habe ich das Gefühl innerer Stimmigkeit, Leichtigkeit und Zufriedenheit? Welches neue Projekt möchte ich anpacken?»


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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