Reine Kopfsache: Mit Vorstellungskraft zum Trainingserfolg

18.08.2021
Zeit, Motivation, Ausrüstung: Eine Leistungssteigerung beim Sport hängt von vielen Faktoren ab. Einer davon ist die Vorstellungskraft. Wie lässt sie sich einsetzen, um besser zu werden?
Es kann beim Training helfen, den Bewegungsablauf einer Übung zunächst vor dem inneren Auge detailliert durchzugehen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Es kann beim Training helfen, den Bewegungsablauf einer Übung zunächst vor dem inneren Auge detailliert durchzugehen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Köln (dpa/tmn) - Beim Sporttraining ist vieles Kopfsache - und zwar nicht nur mit Blick auf Motivation und Überwindung. So kann man sich die eigene Vorstellungskraft auch zunutze machen, um seine Leistung zu steigern.

Sportwissenschaftler sprechen von mentaler Simulation. Damit ist gemeint, dass Athletinnen und Athleten den Ablauf ihrer Bewegungen erst einmal genau im Kopf durchspielen, damit sie diese im Anschluss in optimaler Art und Weise ausführen.

Zum Beispiel: Wie genau werfen sie den Ball beim Tennis-Aufschlag in die Luft? Wie nehmen sie beim Fußball vor einem Torschuss Anlauf? Wie stemmen sie die Langhantel im Fitnessstudio nach oben?

So detailliert wie möglich vor dem inneren Auge

Davon können nicht nur Profis, sondern auch Hobbysportler profitieren, ist der Sportwissenschaftler Ingo Froböse überzeugt: «Je besser die Vorstellung der Bewegung in Gedanken ist, umso besser ist die Bewegungsausführung», erklärt der Professor von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Mit den richtigen Gedanken zu mehr Leistungsfähigkeit, so fasst es der Experte zusammen.

Dabei gilt: Je detaillierter die Simulation im Kopf, desto erfolgreicher gelingt die Übertragung in die Praxis. Man sollte sich die Bewegungsausführung also so konkret wie möglich vorstellen und versuchen, diese anschließend im Training zu wiederholen.

Nicht nur im Sportbereich können Menschen davon profitieren. So gibt es Hinweise darauf, dass solch ein mentales Training älteren Menschen im Alltag helfen könnte, um Stürze zu vermeiden.

© dpa-infocom, dpa:210818-99-883552/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Lothar Niepoth bei einer Biofeedback-Therapie: Unwillkürliche Körperfunktionen wie Herzschlag oder Muskelaktivität willentlich zu beeinflussen, ist das Ziel der Behandlung. Auf dem Bildschirm können Patienten sehen, was die Elektroden messen. Foto: Andreas Gebert Den Schmerz wegdenken – Wie Biofeedback wirkt Den Körper steuern mit der Kraft der Gedanken: Beim Biofeedback trainieren Patienten, Körperfunktionen zu beeinflussen, die normalerweise unbewusst ablaufen. Erfolgreich eingesetzt wird Biofeedback beispielsweise bei der Behandlung von Schmerzen.
Die dreidimensionalen Bewegungen bei Übungen mit der Kugelhantel trainieren den ganzen Körper. Ganz wichtig: Eine korrekte Ausführung. Foto: Monique Wüstenhagen Die Kugel schwingen: Kettlebell fordert den ganzen Körper Schwingen, halten, drücken: Das Training mit der Kettlebell ist schweißtreibend und vielseitig. Zwar können auch Anfänger die Kugel schwingen - aber nicht ohne Anleitung vom Profi.
Beim Ski-Langlauf kommt fast jede Muskelgruppe zum Einsatz - das ist gut für die Durchblutung und damit auch fürs Herz. Foto: dpa-tmn Was Ski-Langlauf so gesund macht Entspanntes Gleiten im Wald statt rasante Schussfahrt auf der Piste: Ski-Langlauf ist nicht nur ganz anders als Ski Alpin - er ist oft auch gesünder. Anfänger müssen aber trotzdem einiges beachten.
Sport in der Gruppe kann für Senioren auch gut sein, um andere Menschen kennenzulernen. Foto: Henning Kaiser Runter vom Sofa, ab zum Training: Im Alter mit Sport starten Sport ist Mord? Von wegen. Gesundheitliche, aber auch soziale Gründe sprechen für Sport - auch und gerade für Senioren. Nehmen Frauen und Männer im Alter erstmals ein Training auf, sollten sie sich vorher aber vom Arzt beraten lassen.