Regeln für Online-Zeiten mit Kindern besprechen

08.10.2020
Kinder brauchen Regeln – auch für die Internetnutzung. Doch wie stellt man die auf – und wie können Eltern dafür sorgen, dass sie auch befolgt werden?
Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren sollten am Tag höchstens 45 bis 60 Minuten vor einem Bildschirm hängen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn
Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren sollten am Tag höchstens 45 bis 60 Minuten vor einem Bildschirm hängen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) – Eltern sollten gemeinsam mit ihren Kindern Regeln für die Zeit im Internet aushandeln. Dazu rät die Bundespsychotherapeutenkammer. In dem Gespräch müsse über Grenzen gesprochen werden, die eingehalten werden.

Eine erste grobe Orientierung bietet die 3-6-9-12-Regel. Demnach sollten Kinder unter drei Jahren gar keine Bildschirmmedien nutzen. Unter 6 Jahren sind Spielkonsolen tabu, für unter 9-Jährige gibt es noch kein Smartphone und unter 12 Jahren sollten Kinder Internet und Computer nicht unbeaufsichtigt nutzen.

Als zeitliche Grenzwerte zur Mediennutzung empfehlen die Experten für Kinder von drei bis sechs Jahren maximal 30 Minuten täglich, im Alter von sechs bis zehn Jahren höchstens 45 bis 60 Minuten.

Ganz egal, wie die konkrete Lösung für die Familie aussieht, wichtig sind gemeinsame Absprachen, die alle unterschreiben. Auf das Einhalten dieser Regeln sollten die Eltern dann auch bestehen, selbst wenn es Ausnahmen geben kann. Eskalieren Konflikte um die Internetnutzung, kann Rat von Dritten helfen.

Die Kammer bietet dazu ab sofort einen «Elternratgeber Internet» an. Neben Regeln zur Online-Zeit von Kindern geht es darin auch um Themen wie Gewalt im Internet, Cybermobbing und Süchte.

© dpa-infocom, dpa:201008-99-868994/2

Vorlage für Mediennutzungsvertrag

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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