Regelmäßig durchatmen: Wellness für den Alltag

04.05.2016
Ob beruflich oder privat - die alltäglichen Aufgaben führen bei vielen zu starker Erschöpfung. Das lässt sich jedoch mit kleinen Auszeiten und einfachen Entspannungsübungen verhindern.
Richtig durchatmen: Wer sich regelmäßg eine Auszeit an der frischen Luft gönnt, bekommt neue Energie für den Alltag. Foto: Mascha Brichta
Richtig durchatmen: Wer sich regelmäßg eine Auszeit an der frischen Luft gönnt, bekommt neue Energie für den Alltag. Foto: Mascha Brichta

Köln (dpa-infocom) - Das Email-Postfach läuft über und auf dem Schreibtisch stapeln sich die Aktenordner mit ausstehenden Aufgaben. Vor lauter Arbeit weiß man in solche Moment nicht, wo einem der Kopf steht.

Aber anstatt sich eine bewusste Pause zu nehmen und die Dinge geordnet anzugehen, stürzen wir uns kopfüber ins Chaos. Dabei wäre es in vielen Situationen sinnvoller, die Dinge mit einem klaren Verstand und neuer Energie anzugehen.

«Auch wenn viel zu tun ist und man nicht weiß, wie man alles bewältigen soll, ist eine persönliche Auszeit erforderlich. Nur so ist es möglich, auf Dauer leistungsfähig zu bleiben und die Hürden des Alltags zu meistern», sagt Prof. Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Am Arbeitsplatz sollte in jedem Fall stündlich eine kurze Bewegungspause eingelegt werden, in der man sich vom Schreibtischstuhl erhebt und ein paar Schritte geht.

«Um einmal auf andere Gedanken zu kommen ist ein Spaziergang in der Mittagspause ein gutes Mittel. Danach wird einem die Arbeit leichter von der Hand gehen», so der Gesundheitsexperte. Zusätzlich tankt man über die Sonnenstrahlen während der Mittagspause eine Extraportion Vitamin D. So wird nicht nur Stress abgebaut, sondern gleichzeitig auch das Immunsystem gestärkt.

Zurück am Arbeitsplatz ist es aber auch wichtig, nicht ständig in einer Position zu verharren. Große Teile der Bevölkerung verbringen berufsbedingt einen Großteil der Zeit vor dem Bildschirm. «Das Problem daran ist, dass wir oft in einer Position verharren. Dadurch verspannt sich speziell die Nacken- und Schultermuskulatur», gibt Froböse zu bedenken. Zur Entspannung gibt es einen einfachen Tipp: Recken und Strecken! Dabei werden die Arme in Richtung Decke gestreckt und man versucht abwechselnd mit der linken und rechten Hand einen imaginären Gegenstand zu greifen. Das lockert die Muskulatur.

Für eine kurze Denkpause in stressigen Situationen gibt es noch eine Übung, die schnell und einfach am Arbeitsplatz durchgeführt werden kann. Dazu setzt man sich auf einen Stuhl mit den Füßen schulterbreit auseinander. Die Unterarme liegen auf den Oberschenkeln ab. Die Hände hängen zwischen den Beinen nach unten. Der Blick ist zum Boden gerichtet. Danach atmet man tief und aus. Die Atmung geht ganz bewusst in den Bauch. Nach 20 bis 30 Sekunden richtet man sich wieder auf und kann mit neuer Energie an die Problemlösung gehen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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