Ratespiel am Telefon nicht mitmachen

02.12.2020
Neu sind diese Tricks nicht und dennoch funktionieren sie immer wieder: Wenn Unbekannte bei älteren Menschen durchklingeln, sollten die misstrauisch werden. Und die Anrufer auflaufen lassen.
Viele Ältere freuen sich, wenn das Telefon klingelt und sie mit jemanden sprechen können - Betrüger nutzen das allerdings immer wieder aus. Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn
Viele Ältere freuen sich, wenn das Telefon klingelt und sie mit jemanden sprechen können - Betrüger nutzen das allerdings immer wieder aus. Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn

Bonn (dpa/tmn) - Jeden Tag gibt es Polizeimeldungen von Betrügern, die ältere Menschen mit Enkeltricks und anderen miesen Maschen um ihr Erspartes bringen wollten oder gebracht haben. Häufig geht alles mit einem Anruf los - und darum sollten Senioren besonders wachsam und misstrauisch sein, wenn das Telefon klingelt und eine unbekannte Stimme in der Leitung ist.

Gern nutzen die Kriminellen die scheinbar harmlose Begrüßung «Rate mal, wer hier ist.» Wer dann zum Beispiel sagt: «Christoph, bist du es?», der gibt den Ganoven eine einfache Möglichkeit, eine Rolle zu spielen. Aus diesem Grund rät die Deutsche Seniorenliga: Dieser Aufforderung zum Raten nicht nachkommen.

Ansonsten gelten die bekannten, aber wichtigen Ratschläge: Keinesfalls nur auf Basis eines Telefonats Geld überweisen, Wertsachen aushändigen oder Bankdaten preisgeben. Im Zweifel bittet man um eine Rückrufnummer und fragt erstmal bei Bekannten und Angehörigen um Rat.

Wer glaubt, einen Trickbetrüger in der Leitung zu haben, sollte auflegen, danach bei der Polizei anrufen und diesen Verdacht melden. Es kann hilfreich sein, sich die Nummer des Anrufers aufgeschrieben zu haben. So kommen die Beamten den Kriminellen möglicherweise auf die Spur und können ihnen das Handwerk legen.

© dpa-infocom, dpa:201202-99-543466/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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