Pflegegrad für schwer allergische Kinder

18.10.2019
Bei Pflege denken viele zuerst an Ältere oder an Menschen mit Behinderungen. Kinder, die zum Beispiel Asthma oder Neurodermitis haben, können aber auch pflegebedürftig sein.
Kinder mit schweren Allergien brauchen besonders viel Aufmerksamkeit. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn/dpa
Kinder mit schweren Allergien brauchen besonders viel Aufmerksamkeit. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn/dpa

Mönchengladbach (dpa/tmn) - Kinder mit schweren Allergien brauchen besonders viel Aufmerksamkeit. Eltern können dabei eventuell Unterstützung bekommen, wenn sie für das Kind einen Pflegegrad beantragen. Darauf weist der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) hin.

Entscheidend für die Einstufung ist, wie viel Mehraufwand die Betreuung und Versorgung des Kindes im Vergleich zu einem gesunden Kind gleichen Alters verursacht: Müssen die Eltern ihm regelmäßig Medikamente geben oder häufiger mit ihm zum Arzt? Ist das Kind selbstständig mobil, kann es sich selbst versorgen und mit anderen kommunizieren?

Antrag bei der Krankenkasse stellen

Welche Krankheit das Kind genau hat, ist erst einmal nicht von Bedeutung. Gibt es mehrere Diagnosen, zum Beispiel die häufiger auftretende Kombination aus Asthma und ADHS, wird der Zusatzaufwand aber gemeinsam betrachtet.

Den Antrag auf Pflegegrad stellen Eltern bei der zuständigen Krankenkasse, die dann den Medizinischen Dienst (MDK) zur Beobachtung vorbeischickt. Pflegegeld erhalten Eltern erst, wenn das Kind mindestens Pflegegrad 2 von maximal 5 hat. Bei Pflegegrad 1 haben Eltern aber immerhin Anspruch auf sogenannte Entlastungsleistung - zum Beispiel in Form einer Haushaltshilfe.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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