Neugierig und anhänglich: Kleinkinder können Angsthasen sein

01.06.2016
Sie werden immer eigenständiger - und das macht ihnen manchmal Angst: Wenn kleine Kinder wieder anhänglicher werden, sollten sich Eltern keine Sorgen machen. Wichtig ist es jedoch, das Kind zu stärken.
Auch wenn sie immer selbstständiger werden, brauchen kleine Kinder immer wieder die Rückversicherung durch die Eltern. Foto: Andreas Gebert
Auch wenn sie immer selbstständiger werden, brauchen kleine Kinder immer wieder die Rückversicherung durch die Eltern. Foto: Andreas Gebert

München (dpa/tmn) - Mit etwa anderthalb Jahren gehen Kinder immer mehr auf Entdeckungsreise - gezielt von den Eltern weg. Auf der anderen Seite sind Kinder in diesem Alter oft anhänglich und ängstlich.

Verschwinden vertraute Personen aus ihrem Blickfeld, fangen sie an zu weinen. Eltern haben dann oft das Gefühl, dass sich ihr Kind zurückentwickelt. Dabei ist dieses Verhalten normal, erläutert das Bayerische Landesjugendamt.

Kinder genießen es, eigenständig zu sein, gleichzeitig macht ihnen diese Fähigkeit Angst. Deshalb müssen sich immer wieder bei den Eltern rückversichern und nachgucken, ob sie noch da sind.

Auch wenn es nervt: Geben Eltern ihren Kindern in diesen Momenten Aufmerksamkeit, stärken sie ihr Selbstvertrauen. Mit dem zweiten Geburtstag ist diese Phase in der Regel vorbei, und Kinder werden wieder mutiger.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
In ihrem neuen Ratgeber «Wenn erst mal alles anders ist» erklärt die Aktion Mensch, wo pflegende Eltern Hilfe erhalten. Foto: Aktion Mensch/dpa Diese Hilfsangebote richten sich an pflegende Eltern Wenn Kinder schwer krank oder gar behindert sind, ist das eine Herausforderung für Eltern. Regelmäßige Verschnaufpausen sind deshalb wichtig. Wie Eltern sich professionelle Unterstützung holen können.
Fragen zu Regenbogenfamilien sollten Eltern ihren Kindern offen beantworten. Foto: Jens Kalaene Mit Kindern über Regenbogenfamilien reden Kinder sind neugierig - und so kann es sein, dass sie Fragen haben, wenn sie von Familien mit zwei Vätern oder zwei Müttern erfahren. Doch wie erklärt man ihnen, dass es mehrere Arten von Familie gibt?
Gleichzeitig am Laptop arbeiten und die Kinder betreuen: Viele Eltern sind durch die Gleichzeitigkeit von Homeoffice und Kita-Schließung besonders belastet. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Ohne Notbetreuung in Not: Was tun, wenn Familien leiden? Kinderbetreuung und Homeoffice lassen sich kaum vereinen, denn Kinder brauchen Ansprache. Die Belastung von Familien steigt mit dem Stress. Eltern sollten nicht versuchen in Allem perfekt zu sein.
Damit eine Patchworkfamilie gut zusammenfindet, sollten alle Mitglieder Konflikte ansprechen können - zum Beispiel bei einer Familienkonferenz. Foto: Frank Leonhardt Tipps für Patchworkfamilien Finden Eltern einen neuen Partner, der auch Kinder hat, ändern sich die Familienstrukturen. Das Zusammenwachsen geht nicht von heute auf morgen. Damit die Konflikte jedoch nicht überhandnehmen, sollten klassische Fehler umgangen werden.