Morgenmuffel aufgepasst: So beginnt man aufgeweckt den Tag

26.02.2016
Der Wecker klingelt, man quält sich aus dem Bett, schlurft ins Bad und nimmt danach mies gelaunt am Frühstückstisch Platz. Für manche Menschen ist der Start in den Tag ein einziger Graus. Doch wie kommt man eigentlich gut durch den Morgen? Einige Tricks helfen.
Manche Menschen springen putzmunter aus dem Bett, für andere ist das Aufstehen ein Graus. Ein schwungvoller Start in den Tag ist aber trainierbar. Foto: Jens Kalaene
Manche Menschen springen putzmunter aus dem Bett, für andere ist das Aufstehen ein Graus. Ein schwungvoller Start in den Tag ist aber trainierbar. Foto: Jens Kalaene

Erkelenz (dpa/tmn) - Manche Menschen springen putzmunter aus dem Bett, für andere ist der Start in den Tag ein Graus. Doch warum sind manche fit wie ein Turnschuh, andere dagegen wahre Morgenmuffel? Das kann an den Hormonen liegen.

Die Hormone werden mitunter nachts und tagsüber unterschiedlich stark ausgeschüttet. «Die Schwankungen können individuell unterschiedlich ausfallen», erklärt Heribert Brück, Kardiologe in Erkelenz. Je heftiger der Umschwung in der Früh ist, desto schwerer kommt man in den Tag. Immerhin: Ein schwungvoller Start in den Tag sei auch trainierbar, sagt Brück. Welche Tricks dabei helfen:

Kalte Dusche: Sie ist der Klassiker für Kickstarts am Morgen. Besonders effektiv sind dabei Wechselduschen, also warme und kalte Güsse abzuwechseln. Dabei gilt: von außen nach innen brausen. «Erst die Hände und Füße und dann weiter zur Körpermitte», erläutert Brück. Der Temperaturwechsel regt den Kreislauf an.

Frühsport: Bewegung am Morgen lässt den Körper hochfahren. Doch übertreiben sollte man es besser nicht. Gemäßigt aktiv sein, lautet die Devise. «Schließlich liegt der ganze Tag noch vor einem», betont der Kardiologe. Er rät zu kurzen, häufigen Wiederholungen. Also statt 30 Liegestütze am Stück lieber dreimal 10 Liegestütze machen. Geübte Frühsportler dürfen durchaus ins Schwitzen kommen. Die Intensität der Übungen hängt natürlich vom eigenen Trainingszustand ab. Ob der Sport vor oder nach dem Frühstück kommt, ist laut Brück Geschmackssache.

Kaffee: Manche trinken mehrere Tassen, anderen reicht ein kleiner Espresso. Kaffee gehörten für viele Menschen in der Früh einfach dazu. Und tatsächlich ist die schwarze Brühe ein Kreislaufankurbler, gerade bei Menschen, die sonst wenig Kaffee trinken. «Bei ihnen kann schon eine Tasse einen deutlichen Blutdruckanstieg bewirken», erklärt Brück. Der kann bis zu drei Stunden anhalten. Auch schwarzer Tee wirkt anregend.

Schlafenszeit: Wer spät ins Bett geht und kurz schläft, ist früh eher zerknautscht und griesgrämig. Früher schlafen gehen kann helfen, am Morgen fitter zu sein. Wichtig sei dabei Regelmäßigkeit. «So justiert man seine innere Uhr.»

Morgenstress: 7.25 Uhr aufstehen und ins Bad für eine schnelle Katzenwäsche, 7.30 Uhr Kaffee trinken, 7.35 Uhr zur Bahn hetzen und zur Arbeit fahren. Die Hektik am Morgen brauchen manche, um richtig in den Tag zu kommen. Brück rät aber entschieden davon ab. «Der Tag beginnt dann schon auf einem hohen Stresslevel.» So bleiben für die Herausforderungen des restlichen Tages weniger Stressreserven.

Egal welchen Weg man morgens wählt: Entscheidend sind Routinen. «Der Körper muss sich auf die Abläufe einstellen», sagt Brück.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Verschnaufpause: In Südtirol führt Barbara Peintner vom «Hotel Gitschberg» ihre Gäste morgens zum «Atemwandern» in den Wald. Foto: Andre Schoenherr/Hotel Gitschberg Trend aus Japan: Wellness mit Waldbaden Wellness unter Bäumen: Immer mehr Hotels und Reiseveranstalter schicken ihre Gäste zum Baden in den Wald − nass werden die Gäste dabei nicht. Der Trend kommt aus Japan. Was ist dran?
Portoroz in Slowenien ist noch ein Geheimtipp beim Thema Wellnessreisen. Dort können Urlauber sich etwa mit Fango-Masken verwöhnen lassen. Foto: Portoroz/Thalasso Spa Lepa Vida Von Glück und Gesundheit: Trends bei Wellness-Reisen Wächst der berufliche Stress, nimmt der Wunsch nach Entspannung und Erholung zu. Dafür bieten sich Reisen natürlich an - kein Wunder also, dass der Megatrend Wellness im Tourismus allgegenwärtig ist. Doch die Bedürfnisse im Wellnessurlaub ändern sich.
Regelmäßiges Joggen hilft gegen depressive Symptome. Auch anderer Ausdauerrsport unter freiem Himmel eignet sich für Betroffene. Foto: Kay Nietfeld/dpa Ausdauertraining wirkt antidepressiv Weltweit leiden 320 Millionen Menschen an Depression. Auch in Deutschland ist die Krankheit stark verbreitet. Betroffene können manchmal aber auch etwas gegen ihre Niedergeschlagenheit tun - etwa mit Joggen.
Sport in der Gruppe kann für Senioren auch gut sein, um andere Menschen kennenzulernen. Foto: Henning Kaiser Runter vom Sofa, ab zum Training: Im Alter mit Sport starten Sport ist Mord? Von wegen. Gesundheitliche, aber auch soziale Gründe sprechen für Sport - auch und gerade für Senioren. Nehmen Frauen und Männer im Alter erstmals ein Training auf, sollten sie sich vorher aber vom Arzt beraten lassen.