Mit Kurkuma und Koriander gegen Bläschen im Mund

05.10.2020
Klein, weiß-gelblich, nervig. Aphthen im Mund hat wohl jeder schon gehabt und sich gewünscht, sie mögen schnell wieder verschwinden. Ein Arzt hat Tipps, wie sich die Heilung beschleunigen lässt.
Aphthen im Mund sind schmerzhaft und unangenehm. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Aphthen im Mund sind schmerzhaft und unangenehm. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn) - Kleine, schmerzhafte Bläschen im Mund sind unangenehm und sollen deshalb möglichst schnell verheilen. Hausmittel wie Kurkuma oder Koriander können helfen, die sogenannten Aphthen an Zunge, Wangeninnenseite oder Lippe rascher verschwinden zu lassen, erklärt der Zahnmediziner Goran Bajic in der Zeitschrift «Good Health» (Ausgabe Oktober/November 2020).

So setzt man sie ein: Kurkuma und Honig mischen, anschließend vorsichtig auf das Bläschen auftragen und rund eine Viertelstunde lang einwirken lassen. Das wirke antibakteriell, erklärt Bajic. Ein weiterer Tipp ist, Korianderblätter und -samen aufzukochen und mit diesem Sud rund drei Minuten lang den Mund auszuspülen. Auch eine Spülung aus Teebaumöl und Wasser wirke entzündungshemmend.

Zu möglichen Ursachen von Aphthen zählen Stress, ein geschwächtes Immunsystem und kleine Verletzungen - wenn man beim Zähneputzen mit der Bürste abrutscht, zum Beispiel. Treten die Bläschen immer nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel auf, sollte man diese meiden.

Die meisten Aphthen heilen Bajic zufolge innerhalb etwa einer Woche von selbst ab. Dauern die Beschwerden länger an, sollte man zum Arzt gehen, rät er.

© dpa-infocom, dpa:201005-99-831084/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Bei rheumatoider Arthritis halten die Beschwerden zunächst oft trotz einer medikamentösen Therapie an. Vielen Betroffenen erscheinen dann Naturheilverfahren als verlockende Alternative. Foto: Monique Wüstenhagen Dem Schmerz entgegentreten - Naturheilverfahren bei Rheuma Schon in der Antike besuchten Rheumapatienten heiße Quellen. Mit gutem Grund: Naturheilverfahren können eine gute Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung sein - das gilt auch heute noch.
Kurkuma ist milder als Ingwer. Dafür sorgt sie zum Beispiel in Currys für die goldgelbe Farbe. Foto: Christina Sabrowsky/dpa-tmn Ingwer und Kurkuma: Geschmack und Gesundheit aus der Knolle Ingwer und Kurkuma sind Helden der modernen Küche und beleben zahlreiche Speisen. Doch die vielseitig einsetzbaren Pflanzen sind nicht nur groß im Geschmack. Auch in der Medizin wird ihnen wahre Wunderwirkung nachgesagt.
Zuckerkügelchen: Sogenannte Globuli sind die wohl bekannteste Form der Homöopathie-Darreichung. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn Warum Homöopathie hilft - aber nicht wirkt Sanft heilen, ganz ohne die üblichen Tabletten, das verspricht die Homöopathie. Einen wissenschaftlichen Beweis für ihre Wirksamkeit gibt es nicht - und doch schwören viele Patienten darauf. Warum?
Ätherische Öle können entspannen, zur Wundheilung beitragen und Schmerzen lindern. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Wann ätherische Öle helfen können Lavendel, Weihrauch, Pfefferminz: Ätherische Öle können entspannen, zur Wundheilung beitragen und Schmerzen lindern. Doch nicht für jeden ist eine Aromatherapie das Richtige - und sie hat Grenzen.