Kuscheltiere als Konfliktlöser einsetzen

12.10.2020
Die meisten Eltern kennen das: Wenn das Kind etwas falsch gemacht hat, gibt ein Wort schnell das andere und die Situation ist festgefahren. Vielleicht kann dann ein kuscheliger Moderator helfen?
Kuscheltiere sind für kleine Kinder oft wichtige Begleiter. Foto: Bodo Marks/dpa-tmn
Kuscheltiere sind für kleine Kinder oft wichtige Begleiter. Foto: Bodo Marks/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn) - Bei Konflikten mit den Kleinen können Kuscheltiere für Eltern hilfreiche Moderatoren sein. Oft hocken sich Papa oder Mama frontal vor das Kind und erklären, was es jetzt gerade falsch gemacht hat.

Wirken sie dabei verärgert, kann das für das Kind großen Stress bedeuten - und statt hinzuhören, zieht es sich zurück und blockt ab, wie die Pädagogin Eliane Retz in der Zeitschrift «Eltern» (Ausgabe 11/20) erklärt.

An der Stelle könne ein Stofftier sehr gut als neutraler Moderator und Fragensteller fungieren. So lassen Eltern in dem Fall erstmal das Kuscheltier «fragen», was los sei. Das erleichtere allen Beteiligten den Zugang zueinander, so Retz. «Denn es schafft spielerisch eine Brücke zwischen der Welt der Erwachsenen und der des Kindes.»

Kuscheltiere oder Puppen sind für kleine Kinder oft ganz wichtige Begleiter. Sie können ihnen dabei helfen, Erlebnisse zu verarbeiten. So kann es passieren, dass der Teddy eine «Spritze» vom Kind bekommt, nachdem es selbst beim Arzt geimpft wurde. «Wie unsichtbare Freunde haben sie oft Eigenschaften, die Kinder selbst gern hätten», erläutert Retz. «Zum Beispiel sind sie oft mutig.»

© dpa-infocom, dpa:201012-99-915126/3

Blog von Eliane Retz


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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