Kritik am Pflegedienst wertschätzend formulieren

28.02.2020
Ein Pflegedienst ist in vielen Familien unersetzlich - aber auch nicht unfehlbar. Kritik und Verbesserungsvorschläge müssen daher manchmal sein, auch wenn es schwer fällt. Wie gelingt das am besten?
Haben Pflegebedürftige oder Angehörige an dem Pflegedienst etwas auszusetzen, sollten sie die Kritik freundlich und sachlich anbringen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn
Haben Pflegebedürftige oder Angehörige an dem Pflegedienst etwas auszusetzen, sollten sie die Kritik freundlich und sachlich anbringen. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn

Rastatt (dpa/tmn) - Der Ton macht die Musik. Das gilt auch dann, wenn Pflegebedürftige oder ihre Angehörigen Kritik am Pflegedienst üben wollen. Die Zeitschrift «Pflege und Familie» (Ausgabe 1/2020) rät daher, in solchen Fällen möglichst sachlich und konstruktiv zu bleiben.

Ideal ist, die Kritik mit einer Würdigung der ansonsten guten Arbeit zu verbinden. Das erleichtert erstens die für alle Seiten unangenehmen Gespräche - und erhöht auch die Chance, dass die Kritik auf offene Ohren stößt.

Zwei Punkte seien dabei besonders wichtig, so Gesprächstherapeutin Sandra Mantz in der Zeitschrift: Erstens sollte die Kritik immer wertschätzend formuliert sein. Es muss also klar sein, dass es bei einem Nein oder einem Verbesserungsvorschlag immer um die Sache, die Dienstleistung geht - und nicht um den Menschen, der sie ausübt.

Und zweitens sollte aus der Kritik immer ein Dialog entstehen, so die Expertin. Das bedeutet, Missstände nicht nur einfach anzusprechen und sich dann zurückzuziehen, sondern stattdessen Lösungsvorschläge zu machen - oder das Gegenüber wenigstens um seine Meinung zu bitten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Professioneller Umgang mit Menschen, die pflegebedürftig sind, ist sehr wichtig. Foto: Christoph Schmidt/dpa Pflege-Qualität zeigt sich auch am Umgang mit Inkontinenz Wenn pflegebedürftige Menschen inkontinent sind, kann dies ihren Alltag stark beinträchtigen. Entscheidend ist dann, wie der ambulante Pflegedienst mit dem Thema umgeht. Woran Sie Profis erkennen.
Auch wenn Pflegebedürftige teilnahmslos sind, gibt es weiter Dinge, die ihnen guttun. Foto: Alexander Heinl/dpa Teilnahmslosigkeit soll nicht sprachlos machen Schöne Gerüche, Lieblingsmusik: Auch wenn Pflegebedürftige teilnahmslos sind, gibt es weiter Dinge, die ihnen guttun. Vor allem der Blick in die Vergangenheit kann dann sinnvoll sein.
Wer viel schreibt oder oft Dokumente bearbeiten muss, liegt mit einem Laptop genau richtig. Foto: Christin Klose Beim PC-Neukauf für Senioren zählt das familiäre Umfeld Chatten mit der Enkelin, eine Online-Überweisung oder eine Mail an die Vereinsfreunde: Smartphones und Computer bereichern auch den Alltag Älterer - keine Frage. Aber was für ein Rechner oder welches Mobilgerät ist das Richtige?
Der ständige Blick auf das Smartphone kann Stress auslösen. Doch das Handy längere Zeit zur Seite zu legen, fällt vielen schwer. Foto: Christin Klose So funktioniert der Smartphone-Entzug Ohne Smartphone auskommen? Für viele Menschen undenkbar. Dabei würde etwas Abstand vom Handy manchmal gut tun. Mit etwas Konsequenz und Selbstdisziplin kann es klappen.