Kinder nach trubeligem Wochenende zur Ruhe kommen lassen

13.07.2018
Besonders kleine Kinder reagieren sensibel auf Stress. Auch ein ereignisreiches Wochenende kann die Jüngsten noch tagelang danach aus dem Konzept bringen. Eltern sollten daher für nachfolgende Ruhephasen sorgen.
Kurztrips und actiongeladene Wochenenden können gerade für kleine Kinder eine Belastung sein. Um die Jüngsten zu entlasten sollten Eltern Ruhephasen einplanen. Foto: Bernd Wüstneck
Kurztrips und actiongeladene Wochenenden können gerade für kleine Kinder eine Belastung sein. Um die Jüngsten zu entlasten sollten Eltern Ruhephasen einplanen. Foto: Bernd Wüstneck

Fürth (dpa/tmn) - Das Wochenende ist vollgepackt, vielleicht ist die ganze Familie sogar für einen Kurztrip verreist - vor allem kleinen Kindern verlangt sowas ganz schön viel ab.

Spürbar wird es aber oft erst an den Tagen danach: Viele Kinder scheinen dann ihren Rhythmus verloren zu haben, quengeln mehr oder schlafen schlechter. Wirklich gefeit sind Eltern davor nicht. Sie können aber versuchen, die Nachwehen so gut wie möglich aufzufangen. Am besten nehmen sie sich an den Tagen nach einem turbulenten Wochenende so wenig wie möglich vor, rät Ulric Ritzer-Sachs, Erziehungsberater bei der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Sinnvoll sei, die Rückkehr in den Alltag mit einer entspannten Grundhaltung anzugehen. Sich also nicht zu sagen: «Oh Gott, die nächsten Tage werden furchtbar», sondern eher «Mal gucken, wie es morgen wird.» Das Gute: In den ersten Lebensjahren entwickeln sich Kinder rasant. Was vor einigen Wochen noch ein Problem gewesen ist, kann sich morgen schon erledigt haben.

Und einen Trost gibt es: Die Routineverliebtheit mancher Kinder gibt sich oft von selbst. «Ab dem Schulalter wird's besser», ist Ritzer-Sachs' Erfahrung. Eine lange Feier, nach der das Kind deutlich später ins Bett kommt als sonst, lässt dann nicht gleich die Stimmung für die nächsten Tage kippen.

Onlineberatung der bke


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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