Kein Mittagsschlaf und helle Wohnung für besseren Schlaf

03.04.2020
Schmerzen, nächtliche Toilettengänge, mangelnde Bewegung: Es gibt viele Gründe, warum pflegebedürftige Menschen nachts oft schlecht schlafen. Tipps, worauf man achten kann.
Auch wenn Pflegebedürftige nur noch selten das Bett verlassen, sollten sie bei nächtlichen Schlafstörungen auf lange Nickerchen am Tag zwischendurch verzichten. Foto: Jana Bauch/dpa
Auch wenn Pflegebedürftige nur noch selten das Bett verlassen, sollten sie bei nächtlichen Schlafstörungen auf lange Nickerchen am Tag zwischendurch verzichten. Foto: Jana Bauch/dpa

Berlin (dpa/tmn) - Nur weil jemand bettlägerig ist, muss er noch lange nicht ständig schlafen. Im Gegenteil: Wenn Pflegebedürftige nicht ein- oder durchschlafen, sollten sie besser auf den Mittagsschlaf verzichten.

Zumindest sollte dieser nicht länger als 30 Minuten dauern, rät das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Tagsüber sollte es in der Wohnung am besten hell sein. Und wem es möglich ist, der geht öfter mal nach draußen: Auch das ist gut für den Nachtschlaf.

Pflegende Angehörige können den Abend zudem so gestalten, dass ein- und durchschlafen leichter fällt: Schwere Mahlzeiten und große Trinkmengen sind vor dem Zubettgehen zum Beispiel tabu. Stattdessen helfen Rituale wie Vorlesen oder ein warmes Fußbad, um sich auf die Nacht einzustimmen. Jemanden zum Schlafen drängen, der noch nicht müde ist, ist aber nicht sinnvoll.

Pflegende Angehörige können außerdem versuchen herauszufinden, was genau den Schlaf stört: Sind es vielleicht Angst, Schmerzen oder feuchtes Inkontinenzmaterial? Nicht immer ist es allerdings möglich, eine Ursache direkt zu beheben.

Schlafmittel sollten nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, warnt das ZQP. Sie können abhängig machen, Stürze und Inkontinenz begünstigen und möglicherweise sogar die Schlafprobleme verstärken.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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