Jeder vierte User war im Netz schon auf Partnersuche

14.02.2017
Viele Menschen hoffen, online die große Liebe zu finden. Doch nur knapp die Hälfte von ihnen versucht es auch, zeigt eine Studie. Dabei sind Partnerschaftsportale beliebter als reine App-Angebote.
Viele Menschen hoffen, online die große Liebe zu finden. Doch nur knapp die Hälfte von ihnen versucht es auch, zeigt eine Studie des IT-Verbands Bitkom. Foto: Henrik Josef Boerger/dpa-tmn
Viele Menschen hoffen, online die große Liebe zu finden. Doch nur knapp die Hälfte von ihnen versucht es auch, zeigt eine Studie des IT-Verbands Bitkom. Foto: Henrik Josef Boerger/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Jeder zweite Internetnutzer (50 Prozent) glaubt daran, dass im Internet die große Liebe auf sie oder ihn wartet. Laut einer Bitkom-Studie hat ein Viertel der Befragten (26 Prozent) auch schon einmal im Netz nach potenziellen Partnern gesucht.

Die meisten von ihnen (89 Prozent) sind nach eigenen Angaben an dauerhaften Beziehungen interessiert. Nur 7 Prozent suchen einen rein erotischen Kontakt. Die Suche nach der großen Liebe darf dabei ruhig etwas kosten: Zwei von drei Befragten, die schon online gesucht haben (67 Prozent),sind bei kostenpflichtigen Angeboten registriert. Die Mehrheit (70 Prozent) ist bereit, dafür 20 Euro oder mehr im Monat zu zahlen. Ein Drittel der Befragten flirtet auf Plattformen und Smartphone-Apps, die teilweise kostenlos zugänglich sind.

Der Erfolg der Partnersuche im Internet ist nicht garantiert: 43 Prozent der Nutzer von Online-Dating-Portalen fanden im Internet weder eine feste Beziehung noch kurzfristige Kontakte. Nur jeder Vierte (26 Prozent) lernte online den aktuellen Partner kennen.

Um eine möglichst seriöse Dating-Webseite zu finden, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zu Vorsicht bei der Plattformwahl: Vor der Registrierung bei einem Dating-Portal ist ein genauer Überblick über Kosten und Leistungen eines Dienstes Pflicht, empfehlen die Verbraucherschützer. Interessant ist beispielsweise, ob der Widerruf des Vertrags mit Gebühren verbunden ist oder ob zur Abonnementgebühr noch weitere Kosten hinzukommen. Webseiten, die teils Computerprogramme oder Mitarbeiter als Chatpartner agieren lassen, sollten gemieden werden. Hinweise darauf sind laut Georg Tryba von der Verbraucherzentrale häufig in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu finden.

Die AGB sollte man vor Abschluss eines Vertrags gründlich durchlesen. Außerdem lohnt laut Tryba eine Recherche im Netz - möglicherweise haben schon andere Nutzer Erfahrungen mit dem Onlinedienst gemacht.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Mitarbeiter des Gehäuse- und Installationsdesigners Goppion bauen den Rahmen für einen Quantencomputer vom Typ "IBM Q System One" auf und bereiten diesen für Tests vor. Foto: IBM IBM bringt Quantencomputer nach Deutschland Ihr Potenzial ist enorm - nun kommt ein Quantencomputer nach Deutschland. Die Fraunhofer Gesellschaft geht eine Partnerschaft mit IBM ein. Am «Q System One» sollen Forscher, Entwickler und Industrie-Experten die nächste Computer-Generation erkunden.
Verkuppeln durch das Internet: Die Partnersuche im Cyberspace nimmt zu. Foto: Rene Ruprecht Cyber-Liebe: Hilfe beim Flirten aus dem Internet Die Suche nach einer neuen Liebe im Netz kann schnell zum Ziel führen - oder sich endlos hinziehen. Künftig könnten lernende Computer den Singles Arbeit abnehmen und vielleicht auch manche Enttäuschung ersparen. Die Dating-Branche rüstet sich für die Cyber-Ära.
Seit einem Jahr können sich gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland trauen lassen. 10.000 Ehen wurden bereits geschlossen. Foto: Britta Pedersen Tausende Schwule und Lesben haben inzwischen geheiratet Seit einem Jahr dürfen Schwule und Lesben in Deutschland heiraten. Das lange Warten auf die Gesetzesänderung führte bei vielen Standesämtern zu großem Andrang. Nun ziehen sie Bilanz.
Dass ein potenzieller Partner deutlich attraktiver ist als man selbst, entmutigt beim Online-Dating nicht - so zumindest das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie. Foto: Sebastian Gollnow Menschen streben beim Online-Dating nach Höherem «Gleich und gleich gesellt sich gern»: Dieser Satz scheint zumindest für die Partnersuche im Internet nicht zu gelten. Für Menschen in den Partnerbörsen ist zunächst anderes wichtiger.