Hinter Schleiersehen kann Thrombose stecken

25.04.2022
Der erste Blick am Morgen ist wie durch dichten Nebel? Das kann an kleinen Blutgerinnseln in der Netzhaut liegen. Woran merkt man, dass man möglicherweise betroffen ist?
Klare Sicht oder Schleierblick? Wenn die Augen morgens oft trüb sind, kann das ein Hinweis auf eine Netzhautthrombose sein. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Klare Sicht oder Schleierblick? Wenn die Augen morgens oft trüb sind, kann das ein Hinweis auf eine Netzhautthrombose sein. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Stuttgart (dpa/tmn) - Ist der Blick morgens öfters getrübt, kann das Anlass für einen Termin in der Augenarztpraxis sein. Denn: Dahinter kann eine Thrombose der Netzhaut stecken. Darauf weist die Stiftung Auge hin.

Bei einer solchen Thrombose bilden sich Blutgerinnsel in den Venen der Netzhaut. Das Blut kann dann nicht mehr gut fließen. Oft sammeln sich seine flüssigen Bestandteile als sogenannte Ödeme in der Netzhaut an. Erfolgt keine Behandlung, nehmen die Sehzellen dauerhaft Schaden.

Sehstörungen morgens am stärksten

Bemerkbar macht sich so eine Thrombose durch Schleiersehen, aber auch durch andere Einschränkungen des Sehvermögens. Oft sind die Beschwerden morgens am stärksten.

Die Sehstörungen können laut der Stiftung Auge im gesamten Sichtfeld auftreten oder nur in Teilen davon - je nachdem, ob die Zentralvene oder nur einzelne Venenäste betroffen sind.

Je früher man dann handelt, desto besser: Bei einer Netzhautthrombose setzen Augenärztinnen und -ärzte oft auf spezielle Medikamente, die den Blutstau auflösen.

Bei Blutgerinnseln, die nicht die Zentralvene betreffen, stehen die Chancen gut, dass keine Sehstörungen zurückbleiben, so die Stiftung Auge.

© dpa-infocom, dpa:220425-99-39912/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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