Herzinfarkt kann sich bei Frauen durch Erbrechen zeigen

25.04.2016
Beklemmungs- oder Angstgefühl, Schmerzen in Arme, Rücken, Nacken, Kiefer oder Oberbauch: Das sind typische Schmerzen beim Herzinfarkt. Hier ist Vorsicht geboten.
Bei einem Verdacht auf Herzinfarkt darf keine Zeit verloren werden. Foto: Nicolas Armer
Bei einem Verdacht auf Herzinfarkt darf keine Zeit verloren werden. Foto: Nicolas Armer

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Atemnot und Übelkeit können gerade bei Frauen alleinige Anzeichen für einen Herzinfarkt sein. Gleiches gilt für Erbrechen und Schmerzen im Oberbauch. Darauf weist die Deutsche Herzstiftung in ihrer Zeitschrift «Herz heute» (Ausgabe 2/2016) hin.

Die sonst typischen Alarmsignale für einen Herzinfarkt sind schwere Schmerzen im Brustkorb, die länger als fünf Minuten anhalten und etwa in Arme oder Schulterblätter ausstrahlen können. Hinzu kommen Engegefühl, Druck, Brennen im Brustkorb sowie eine blasse, fahle Gesichtsfarbe und kalter Schweiß. In solchen Fällen zählt jede Minute, und man muss sofort unter 112 den Rettungswagen rufen.

Kurzatmigkeit und Schmerzen in der Brust können Anzeichen für eine koronare Herzkrankheit sein. Dabei sind die Gefäße verengt, die das Herz mit Sauerstoff versorgen, wie das Patienteninformationsportal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen erläutert.

Bei leichteren Formen treten die Beschwerden bei plötzlicher Belastung auf, bei schweren Formen schon beim Gehen oder sogar in Ruhe, wie das Portal www.gesundheitsinformation.de erläutert. Mögliche Folgen sind Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt oder Herzschwäche.

Als Gegenmaßnahmen sollten Betroffene ihre Ernährung umstellen, mit dem Rauchen aufhören und sich mehr bewegen. Außerdem kommen bei der Behandlung meist Medikamente zum Einsatz. Halten starke Beschwerden an, kommt auch eine OP infrage - entweder die Erweiterung des betroffenen Gefäßes mit einem Herzkatheter oder die Umgehung der Engstelle durch einen Bypass.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wenn die Nase läuft und der Hals kratzt, suchen viele im Internet nach Tipps und Hausmitteln. Dabei sollte man nicht jeder Information vertrauen. Foto: Silvia Marks Darauf kommt es an: Gesundheits-Infos im Netz Das Internet ist für viele ein selbstverständliches Rechercheinstrument - auch wenn es um die Gesundheit geht. Dagegen ist nichts zu sagen. Doch es sind Vernunft und etwas Skepsis gefragt, damit aus Information nicht Desinformation wird.
Das Dampfen von E-Zigaretten ist zwar weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten zu rauchen. Langzeitfolgen sind aber bisher nicht ausreichend untersucht. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Light-Zigarette und Heat Stick: Geht Rauchen auch gesünder? Light-Zigaretten, E-Zigaretten und Heat Sticks versprechen weniger gesundheitsschädlich zu sein als herkömmliche Zigaretten. Manche der Produkte schaden tatsächlich etwas weniger als die Tabak-Klassiker. Unbedenklich sind sie Experten zufolge aber ganz und gar nicht.
Das Dampfen von E-Zigaretten ist zwar weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten zu rauchen. Langzeitfolgen sind aber bisher nicht ausreichend untersucht. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Von Light-Zigarette bis Heat Stick: Geht «gesünder» rauchen? Light-Zigaretten, E-Zigaretten und Heat Sticks versprechen weniger gesundheitsschädlich zu sein als herkömmliche Zigaretten. Manche der Produkte schaden tatsächlich etwas weniger als die Tabak-Klassiker. Unbedenklich sind sie Experten zufolge aber ganz und gar nicht.
Ständiger Spagat: In ihrer Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen muss Lina-Sophie Raabe fachliches und menschliches verbinden. Foto: Markus Scholz/dpa-tmn Wie werde ich Kauffrau/mann im Gesundheitswesen? Sie jonglieren mit Zahlen und Worten, schreiben Rechnungen und beraten Patienten: Kaufleute im Gesundheitswesen sind echte Allrounder. Doch der Spagat zwischen Bürokratie und Mitgefühl kann zur Herausforderung werden.